Wirtschaft Energiekrise
Greenpeace und Umwelthilfe fordern gesetzliches Energiesparen
Stand: 11:23 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Die Industrie fordert Klarheit über Gassparmaßnahmen
Deutschland muss seinen absoluten Gasverbrauch stärker senken als jedes andere Land in der EU, aber Sparmaßnahmen sind noch nicht in Sicht. Nun fordern die Industrie sowie Greenpeace und Umwelthilfe Klarheit über den Rechtsweg in den kommenden Monaten.
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Anfang der Woche hat die spanische Regierung ein Maßnahmenpaket mit verbindlichen Energiesparauflagen beschlossen. Genau das fordern Greenpeace und die Umwelthilfe für Deutschland.
Auch Greenpeace und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordern gesetzliche Vorgaben zum Energiesparen in Deutschland nach dem Vorbild Spaniens. „Die Bundesregierung muss jetzt nachziehen und der Energieverschwendung hierzulande ein Ende setzen“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführerin Sacha Müller-Kreiner am Donnerstag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Politiker können von Menschen keine Abstinenz verlangen, bis sie selbst handeln.
Der Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, Martin Kaiser, forderte in den RND-Zeitungen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) auf, „die Freiwilligkeit des Energiesicherheitspakets zu streichen und seine Umsetzung für den öffentlichen und industriellen Bereich verpflichtend zu machen“. Der spanische Ansatz verspricht zudem eine höhere Akzeptanz von Energiesparmaßnahmen in der Bevölkerung.
Anfang der Woche hat die spanische Regierung ein Maßnahmenpaket mit verbindlichen Energiesparauflagen beschlossen. So darf in vielen Gebäuden im Winter nur auf maximal 19 Grad geheizt und im Sommer nicht unter 27 Grad gekühlt werden. Die Maßnahmen gelten für Geschäfte, kulturelle Einrichtungen und den Verkehrssektor, einschließlich Flughäfen und Bahnhöfen. Schaufenster sollen nach Ladenschluss nicht mehr beleuchtet werden, Lichter in öffentlichen Gebäuden sollen ausgeschaltet werden, wenn sie nicht benutzt werden.
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Auch die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Amira Mohammed Ali, forderte in den RND-Papieren verbindliche Vorgaben zum nächtlichen Abschalten unnötiger Beleuchtung in Deutschland: „Öffentliche Gebäude, zu denen für mich auch Geschäfte und Werbetafeln gehören, beleuchtet Nachts aufstehen, muss mit einbezogen werden.“ Das erfordere Engagement. Allerdings seien auch die möglichen Sicherheitsrisiken „durch die Verdunklung des öffentlichen Raums, insbesondere in Großstädten“ zu berücksichtigen.
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