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“Es wird ein schwieriger Herbst”: Lauterbach befürchtet “große Schwierigkeiten” mit BA.5

„Das wird ein schwieriger Herbst“ Lauterbach befürchtet „große Schwierigkeiten“ bei der BA.5

01.07.2022 20:59

Eine große Zahl von Coronavirus-Fällen und eine Überlastung kritischer Infrastruktur – das befürchtete Gesundheitsminister Lauterbach im Herbst. Bei der Vorbereitung auf die kommenden Monate kann das jetzt vorgelegte Gutachten nur ein “Puzzleteil” sein. Das ist „nicht die Bibel“.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach befürchtet, dass sich die Lage mit dem Coronavirus im Herbst deutlich verschärfen wird. „Das wird ein schwieriger Herbst, wir müssen uns darauf einstellen“, sagte der GSDP-Politiker in den ARD-„Tagesthemen“. Er glaubt, „dass wir mit der BA.5-Variante, die jetzt hier verbreitet wird, große Schwierigkeiten haben werden“. Sie rechnet mit sehr hohen Fallzahlen, was auch zu einer Überlastung kritischer Infrastrukturen führen kann. “Das ist meine Befürchtung”, sagte der Minister.

Zuvor hatte ein Expertengremium einen lang erwarteten Bericht über die Wirksamkeit bisheriger Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus vorgelegt. Dementsprechend können Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus weiterhin sinnvoll sein – zum Beispiel das Tragen einer Maske, wenn die Masken richtig getragen werden. Blockieren hingegen ist nur so lange sinnvoll, wie die Leute dazu bereit sind. Hinter vielen anderen bekannten Erkrankungen wirft die Expertenkommission jedoch große Fragen auf, mangels ausreichender Datenlage sind verlässliche Einschätzungen nicht möglich.

Lauterbach räumte gegenüber der ARD ein, dass bisher „die Daten nicht perfekt sind“. Beim Pandemieradar in Krankenhäusern und beim Abwassermonitoring rechnet er im September mit besseren Daten. Der Bericht sei “keine zu zitierende Bibel” und “nicht das letzte Wort”, betonte der Gesundheitsminister.

Neben dem Gutachten seien zahlreiche internationale Studien, die Expertise des unternehmenseigenen Sachverständigenrats und internationale Wissenschaftler zu berücksichtigen, erklärte Lauterbach. „Der Bericht ist ein Puzzleteil in einem größeren Puzzle.“ Lauterbach und Justizminister Marco Buschmann wollen im Juli einen Vorschlag für ein neues Infektionsschutzgesetz vorlegen, das das Vorgehen im Herbst und Winter regeln soll.

Nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hat die in Deutschland seit einiger Zeit dominierende Subvariante omicron BA.5 zuletzt wieder zugenommen. Ihr Anteil liegt nach neuesten Erkenntnissen – einer Stichprobe aus der vorletzten Woche – bei fast 66 Prozent, wie der Wochenbericht des RKI vom Donnerstagabend zeigt. Eine Woche zuvor lag der Anteil von BA.5 bei rund 52 Prozent.