Taucher wegen der Fed und Russland
Euro zu Franken so günstig wie nie
Der Euro fällt weiter. Nach Putins Rede und der Zinsentscheidung der US-Notenbank stieg der Kurs am Donnerstagmorgen auf unter 95 Cent.
Der Euro ist am Mittwoch gegenüber dem Franken auf seinen tiefsten Stand gefallen. Der neue Boden liegt nun bei 0,95125 Franken (Symbolbild)
Das bisherige Tief von 0,95305 Franken wurde am vergangenen Donnerstag erreicht. Eine Woche später notiert der Euro nun bei 0,9486 CHF – ein Allzeittief!
Grund für den Einbruch am Mittwoch war die Ankündigung einer Teilmobilisierung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, dessen Armee zuletzt im Krieg in der Ukraine schwere Rückschläge erlitten hat. Vor dieser Ankündigung war der Euro mehr als 96 Rappen wert.
Neben der Truppenaufstockung kündigte Putin an, in den besetzten Gebieten der Ukraine sogenannte „Referenden“ über einen Anschluss an Russland zu unterstützen. Infolgedessen dürften sich die bereits schlechten Beziehungen zwischen Russland und dem Westen weiter verschlechtern.
Euro nach SNB-Entscheidung noch schwächer?
Der Absturz des Euro-Franken-Kurses dürfte so schnell nicht aufhören, zumal die Schweizerische Nationalbank (SNB) für heute, Donnerstag, mit einer deutlichen Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte rechnet. Laut Währungsexperten soll dieser Schritt die Rolle des Frankens als währungssicherer Hafen stärken.
Der Euro hat am Mittwochabend mit Abgaben gegenüber dem Franken auf den Zinsentscheid der Fed reagiert. (SDA/uro)
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