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Extremwetter: Handywarnungen – vorarlberg.ORF.at

Wetter

Extremwetterereignisse in Österreich, aber auch in Vorarlberg nehmen zu. Bund und Länder arbeiten deshalb an einem neuen Warnsystem, das jeden im betroffenen Gebiet per Handy alarmieren soll.

08.08.2022 14:38

Online ab heute, 14:38

Extreme Wetterereignisse werfen immer wieder die Frage auf, wie man die Menschen im betroffenen Gebiet am besten warnt und informiert. Bund und Länder arbeiten derzeit an einem neuen Warnsystem, dem sogenannten „alert.at“-Projekt. Alle Menschen im betroffenen Gebiet sollten eine Mobilfunknachricht auf ihren Mobiltelefonen erhalten. Eine Mobilfunknachricht ist vergleichbar mit einer SMS; es erscheint auf dem Display des Mobiltelefons. Sie müssen an Ihrem Mobiltelefon nichts extra einstellen. Alles, was Sie brauchen, ist Handyempfang.

Alarme können für eine bestimmte Zeit aktiviert werden

In Vorarlberg ist die Landeswarnzentrale für den Versand dieser Meldungen zuständig. Wenn Sie ein solches Signal für ein bestimmtes Gebiet senden, erhalten alle Mobiltelefone, die sich in dem betroffenen Gebiet befinden, eine Benachrichtigung. Die Meldung könne auch für eine bestimmte Zeit aktiviert werden, erklärt Philip Bachmann, Fachkoordinator der Landeswarnzentrale. Wird die Meldung beispielsweise von 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr aktiviert, erhalten auch diejenigen Personen die Benachrichtigung, die bis 10:30 Uhr nicht im betroffenen Bereich eintreffen.

Vorteil: Auch Urlauber bekommen die Abmahnung

Ein bisher bekanntes Warnsystem ist die Katwarn-App. Das Projekt „alert.at“ ist ganz ähnlich, nur erreicht es mehr Menschen. Bei der Katwarn-App erhält nur derjenige eine Nachricht, der die App auf seinem Smartphone hat. Mit dem neuen System kommt die Nachricht auf jedes Handy. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Katwarn mit GPS arbeitet und das neue System auf Handymasten funktioniert. Damit werden alle mit einem Mobilfunkanschluss im betroffenen Gebiet erreicht, auch Urlauber.

Lawinen, Trümmer und gefährliche Brände

Das neue Warnsystem ist auf extreme Wetterereignisse ausgelegt. Bachmann kann sich aber gut vorstellen, dass im Winter eine Lawinenwarnung der Stufe 4 ausgesprochen wird. Auch bei einem Brand in einem Unternehmen, das mit Chemikalien arbeitet, sei die Warnmeldung sehr gut geeignet, um die Bevölkerung schnell zu erreichen, sagt die Landeswarnzentrale.

An der Regelung wird derzeit gearbeitet, erste Warnungen sollen nach Angaben der Landeswarnzentrale im kommenden Jahr versendet werden können.