Germany

Fahrrad: Hirsch und Biseger haben Corona-Gehen an der Tour de Suisse

Bitterer Abgang von der Tour de Suisse für Mark Hirsch (UAE Team Emirates) und Stefan Bisseger (EF Education-EasyPost). Die beiden Schweizer gaben einen positiven Test für die Krone ab. Die Staatsrundfahrt endet für sie am Freitag vor der Königsetappe von Locarno nach Musalp (180 km).

Obwohl alle Teamkollegen und Mitarbeiter zunächst negativ eingestellt waren, ging Hirsch kein Risiko ein. Er entfernte auch Joel Sutter, den Mitbewohner und Landsmann des 23-Jährigen, aus dem Rennen. Wie sich herausstellte, hat das VAE Team Emirates noch einen weiteren Fall zu beklagen. Auch der Test von Diego Ulysses (32, It) verlief positiv.

Erklärung für Einbruch

„Gestern habe ich nach dem Rennen ein leichtes Kratzen im Hals gespürt“, sagte Hirsch zu Blick. „Natürlich ist es enttäuschend, dass ich auf die Tour de Suisse verzichten muss. Aber ich bleibe optimistisch für die Tour de France.“

Es ist auch klar, warum Hirsch am Ende der 5. Etappe solche Probleme hatte. Die letzten Kilometer am Donnerstag brachen richtig zusammen.

Der Schweizer ist jedoch nicht der einzige Fall von Crown im Team von Biseger. Auch Rigoberto Uran, Hugh Carti und Alberto Bettiol wurden bei dem 23-Jährigen positiv getestet. Die beiden anderen Fahrer des Teams, Neilson Powless und Jonasutsch, wurden mehrfach negativ getestet. Sie werden die Tour de Suisse fortsetzen.

Auch der Anführer ist positiv

Es sind keineswegs die ersten Fälle der Krone an der diesjährigen Tour de Suisse. Andererseits. Auch Bora-hansgrohe meldete am Freitagvormittag zwei Fälle. Neben Anton Palzer (29, Deutschland) schied auch Spitzenreiter Alexander Vlasov (26, Rus) aus.

Das gesamte Jumbo-Visma-Team gibt bereits am Donnerstag auf, weil vier der sieben Fahrer positiv sind. Auch Adam Yates (29, Gb), einer der Topfavoriten, hat Corona – ebenso wie drei Team-DSM-Fahrer (Pedersen, Bol, Krag Andersen). Sie sind auch nicht mehr am Anfang.

„Situation besprechen“

Für Tourdirektor Olivier Saint ist die Corona-Epidemie keine einfache Sache. Plötzlich ist das Thema Abbruch ein großes Thema. Diesbezüglich gibt es noch keine Lösung. “Wir besprechen die Situation mit allen Beteiligten”, sagte er gegenüber Blick. Da jedoch alle Teams proaktiv testen, schlägt er vor, dass „die Dinge wie gewohnt weitergehen werden“. Denn es gibt keine Szenarien für einen möglichen Abriss. „Letztendlich geht es um die Sicherheit von Fahrern und Veranstaltern“, sagt Sen. Momentan seien aber nur Autofahrer betroffen, daher sehe er noch keinen Sinn darin, aufzuhören.

Unterm Strich ist es vor allem aus sportlicher Sicht bitter. “Es ist eine Schande für den sportlichen Wert”, sagte Sen. „Wir freuen uns, wenn am Ende der Stärkste gewinnt, nicht der, der überlebt.“ (bir / mag)

Duell mit dem ehemaligen Motorrad-Profi: Skistar Zenheusler kämpft um die Königsetappe (02:06)