Nach einer glorreichen Aufholjagd gegen den FC Liefering hatten sich die jungen Veilchen gegen den heimlichen Titelfavoriten viel vorgenommen. Dass die Linzer nach der 0:2-Niederlage bei Aufsteiger Wien nicht ganz auf Kurs waren, war für Trainer Harald Suchard keine Option: „Sie werden noch zielstrebiger auftreten und versuchen, die Punkte zurückzubekommen, die gegen uns verloren haben . Wir brauchen eine absolute Bestleistung, um zu gewinnen!“
Kampfbeginn
In der Abwehr setzte Suchard auf Liverpool-Leihgabe Billy Kumetio, der Kapitän Matteo Meisl ersetzte. XI-Debütant Luka Pazurek startete für Manuel Polster, der den Veilchen nach fünf Minuten ihre erste große Chance hätte geben müssen. Nach starkem Beginn fand der 17-Jährige auf der rechten Seite Josef Pross, dessen Hereingabe von Ibra Drame aus nur drei Metern nur den Pfosten traf.
Die Anfangsphase konzentrierte sich auf einen teilweise chaotischen Kampf, der sich hauptsächlich im Mittelfeld abspielte und immer wieder von kleineren Verletzungen unterbrochen wurde. Die jungen Veilchen wussten die Linzer früh zu verärgern und erarbeiteten sich in dieser Spielphase leichte Spielvorteile.
Die Blau-Weißen dominieren nach der Führung
Die Gastgeber gingen jedoch in Führung. Nach einer langen, breiten Flanke von der Seitenlinie scheiterte Leo Ivkic an Simon Seidl, der per Kopfball in Führung ging (18.). Obwohl sich die Veilchen in Ruhe übten, erwischten sie wenig später das 0:2. Ronivaldo, der in der Mitte stand, schickte direkt auf Majulu, der von rechts hereinkam und den heranstürmenden Manuel Seidl in den Strafraum bediente.
Mit der Führung im Rücken übernahmen die Linzer die Oberhand und entwickelten in schneller Folge mehrere hochkarätige Spieler. 30. Minute: Nach einem Foul von Fischerauer geht der direkte Freistoß von Ronivaldo übers Eck. Kurz darauf war es wieder der Brasilianer, der nach Hereingabe von Pirkl dem Ball davonlief.
Die jungen Veilchen verfehlten knapp: Nach Fischerauers Freistoßflanke wirkte Billy Kumetio überrascht.
Schneller Schuss
Die zweite Halbzeit begann ereignisreich. Zunächst rettete Sandy Conde in letzter Sekunde gegen Ronivaldo, als Antwort schnippte Ibrahima Drameh den Ball an Nicolas Schmidt vorbei in den Strafraum und wurde vom Linzer Keeper zu Fall gebracht. Den verdienten Elfmeter versenkte der Neuzugang aus dem Senegal selbst.
Eine kuriose Situation brachte den Blau-Weißen das 3:1. Conde klärte zunächst den Ball im Strafraum, erwischte dann aber Matthias Seidl, der sofort zu Boden ging. Zur Überraschung aller zeigte Schiedsrichter Heiss auf den Elfmeterpunkt, Matthias Brandner behielt die Nerven (55.).
Kurz darauf verhinderte Florian Kopp eine frühe Frühentscheidung, indem er Majulus Schuss von der Linie blockte. Dadurch bewegte sich das Spiel etwas, die Intensität ließ nach.
In der 72. Minute glänzte Sandy Conde mit einer überragenden Reaktion gegen den heranstürmenden Ronivaldo. Nur vier Minuten später brachte der Brasilianer den Ball nach einer Hereingabe von Pirkle erneut in den Strafraum. Kurz darauf machte Linz den Sack zu: Tobias Koch schob den Ball im zweiten Versuch an Conde vorbei (77.). Der zweite Treffer von Ibra Drame (79.) war nur ein kosmetisches Ergebnis.
Harald Suchard: „Insgesamt sind Linz verdiente Sieger. Sie zeigen wahnsinnige Qualitäten. Wenn man wie heute seine Chancen nicht nutzt, wird es gegen einen solchen Gegner natürlich schwierig. Ich bin gut mit der ersten Halbzeit. Grundsätzlich bin ich zufrieden, darauf können wir aufbauen.“
FC Blau-Weiss Linz – Junge Veilchen 4:2 (2:0) Tore: S. Seidl (18.), M. Seidl (26.), Brandner (55./E.), Koch (77.); Schauspiel (48./E., 81.)
FC Blau-Weiß Linz: Schmidt; Schoeswendter (Tursch 46), Strauss, Maranda; Koch, Brander; S. Seidl (60. Mensah), M. Seidl, Pirkl (87. Briedl), Mayulu (60. Mitrovic), Ronivaldo (81. Fetahu) Junge Veilchen: Conde; Pazurek (81. Milosavljevic), Kop, Kumetio, Ivkic; Wasserhahn; Schmurchka (70. Schmelzer), Fischerauer (81. Safin); Pekar (60. Dizdarevic), Drame (81. Hammond), Profis.
Personal Hofmann Stadion, Schiedsrichter Andreas Heiss
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