Aktualisiert 15. August 2022 um 12:06 Uhr
Marius Müller: „Die schwulen Wendungen“ – FCL-Torhüter entschuldigt sich für homophobe Äußerung
Marius Müller gab nach der peinlichen Niederlage gegen St. Gallen ein Interview, das bei vielen Fans für Bestürzung sorgte. Der Grund: homophobe Sprache. Der Torhüter und der Klub entschuldigen sich nun.
Luzern trennte sich am Samstag erneut gegen St. Gallen.
Sohn
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Der FC Luzern verlor am Samstag mit 1:4 gegen St. Gallen.
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Nach der Partie sorgte Torhüter Marius Müller für einen Eklat.
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Da war die Wut vieler Fans groß.
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Der Torhüter und der Klub haben sich nun entschuldigt.
Beim FC Luzern liegen die Nerven komplett leer. Am Samstag unterlagen die Innerschweizer dem FC St. Gallen locker mit 1:4. Das Team von Mario Frick war lange Zeit chancenlos, es fehlte an allem. Vor allem die Abwehr hat viel geleistet, aber eines nicht: Abwehr. Der FCL war in der noch jungen Super-League-Saison bis zu diesem Spiel ungeschlagen (zwei Unentschieden, ein Sieg).
Nach der Pleite sorgte Torhüter Marius Müller für einen Eklat. Er kritisierte die Leute im Vorfeld scharf, als sie kassierten. „In erster Linie sollten wir uns schämen und darüber nachdenken, was wir hier gezeigt haben. Unsere U 16 hätte heute besser gespielt als wir“, sagte der 29-Jährige gegenüber blue Sport. Und dann: „Der Rückweg geht mir immer auf die Nerven. Dann kriege ich einfach einen Ball in die Eier oder ins Gesicht.”
Die Aussage sorgte dann für einen ziemlichen Sturm. Denn der Deutsche meinte das Wort „schwul“ eindeutig abwertend. Viele Fans waren entsetzt. „Das ist Homophobie“, sagte ein Twitter-Nutzer. Ein anderer schrieb: „Homophobie in einem TV-Interview ist ziemlich schlimm, oder?“ Andere User sagten schlicht: „Homophobie hat im Fußball nichts zu suchen.“ Es gibt aber auch User, die Mueller verteidigten: „Das geht natürlich gar nicht. Allerdings ist das Ganze etwas übertrieben. Wahrscheinlich sind die Worte aus dem Papierkorb in die Emotion gerutscht.»
“Die Aussage war dumm und fehl am Platz”
Der FC Luzern und der Torhüter reagierten am Montagmorgen auf die Aussage. In einer Mitteilung teilte die Innerschweizer mit: «Der FC Luzern möchte sich für die beleidigende und homophobe Äusserung seines Torwarts Marius Müller nach dem Spiel gegen St. Gallen entschuldigen.» Diese Aussage entspreche nicht den gelebten Werten des Vereins oder seine Fans. Und: «Der FC Luzern bekennt sich ganz klar zu einer offenen und vielfältigen Gesellschaft und wird dies auch mannschaftsintern wieder thematisieren.»
Müller schrieb auf Insta: „Ich möchte mich für meine Aussage am Samstag nach dem Spiel entschuldigen. Das war dumm und völlig unangebracht. Es spiegelt nicht meine Einstellung oder die Werte wider, die ich jeden Tag lebe.» Mit der Forderung nach 20 Minuten beruft sich der Klub auf die gemachten Äußerungen.
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Marius Müller verlor am Samstag mit Luzern gegen St. Gallen.
Marc Schumacher/Frische Focus
Dann sagte er zu Blue: „Gay hinterhältig geht mir immer auf die Nerven.“
Marc Schumacher/Frische Focus
Für diese Aussage hat er sich nun entschuldigt und auch der FCL hat ein Statement abgegeben.
Campo und der Torwarttrainer attackieren sich gegenseitig
Es war nicht der einzige Skandal um den FCL am Wochenende. Der Verein trennte sich während des Spiels. Als Samuele Campo, der in der 10. Minute eingewechselt wurde, in der 57. Minute ausgewechselt wurde, war der Offensivspieler ziemlich sauer. Der gebürtige Basler gab einem Vorgesetzten zunächst ein High-Five, doch dann kochte sein Frust hoch. Erst trat er gegen eine Trinkflasche und lieferte sich dann einen lautstarken Streit mit Torwarttrainer Lorenzo Bucci. Die beiden drehten völlig durch, Teamkollegen mussten eingreifen, um die zerstrittenen beiden zu trennen.
Zum Streit zwischen Campo und Buki sagte Markus Krienbühl, Medienverantwortlicher des FCL, vor 20 Minuten: „Beide haben sich am Sonntagmorgen beieinander, aber auch bei der Mannschaft entschuldigt. Damit ist diese Aktion für den Kader und Staff des FC Luzern abgeschlossen.» Für beide ergeben sich keine Konsequenzen.
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