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Filip Ugrinic vom FC Luzern zu den Young Boys


Fussball

Herber Schlag für den FCL: Topskorer Filip Ugrinic wechselt zu YB

Leistungsträger Filip Ugrinic verlässt den FC Luzern und wechselt per sofort nach Bern. Der 23-jährige Luzerner hatte bei seinem Ausbildungsklub noch einen Vertrag bis Mitte 2024, bei YB hat der Offensivmann einen Vierjahreskontrakt bis Sommer 2026 unterschrieben.

Kusshand zum Abschied: Filip Ugrinic nach dem Barragesieg gegen Schaffhausen.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 29. Mai 2022)

Wie die Luzerner in einer Medienmitteilung schreiben, verlässt das Eigengewächs Filip Ugrinic den FC Luzern und wird sich per sofort dem BSC Young Boys anschliessen. Der ehemalige FC-Kickers-Junior durchlief beim FCL den grössten Teil seiner Nachwuchsausbildung, bevor der heute 23-Jährige 2016 unter Markus Babbel den Sprung in die Profi-Mannschaft des FCL schaffte. In der Zwischenzeit wurde Ugrinic zum absoluten Führungsspieler und hatte massgeblichen Anteil am Cupsieg der vergangenen Saison sowie am erfolgreichen Ligaerhalt.

Filip Ugrinic war in der abgelaufenen Saison mit acht Toren und sieben Assists der Super-League-Topskorer des FC Luzern. In der Barrage gegen den FC Schaffhausen schoss er am vergangenen Sonntag in der mit 15’500 Zuschauern ausverkauften Swisspor-Arena den Treffer zum 2:0-Endstand im Rückspiel. Schon beim 2:2-Unentschieden im Hinspiel in der Wefox-Arena hatte der schweizerisch-serbische Doppelbürger einen Assist beigesteuert.

Gute Lösung für den FCL war Ugrinic wichtig

In der Medienmitteilung des FCL wird Ugrinic wie folgt zitiert: «Es fällt mir schwer, meinen Klub zu verlassen, dennoch habe ich den Wunsch, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen. Ich bin dem FCL dankbar für alles, was er mir in den vergangenen Jahren ermöglicht hat. Für mich war insbesondere auch wichtig, dass man eine Lösung findet, die für den FC Luzern gut ist und ich glaube, dies konnte man erreichen. Ich möchte mich bei allen Fans für die unglaubliche Unterstützung bedanken, die ich in den vergangenen Jahren erleben durfte – ich werde dies nie vergessen!»

Ugrinic gilt als ehrlicher, fairer und sensibler Fussballer. Man nimmt ihm die Aussagen ab.

Ablösesumme dürfte über 3 Millionen betragen

Über die Transfersumme haben die beiden Klubs Stillschweigen vereinbart. Der Betrag dürfte jedoch inklusive Prämien über 3 Millionen Franken betragen. Anders als der polyvalent einsetzbare Mittelfeldspieler Marvin Schulz, der Luzern nach fünf Jahren mit einem auslaufenden Kontrakt ablösefrei in Richtung Norddeutschland verlassen hat. Bei Holstein Kiel unterschrieb der 27-jährige Ex-Gladbacher bis Sommer 2025. Dem FC Luzern sind mit Schulz und Ugrinic zwei Eckpfeiler verloren gegangen.

Filip Ugrinic, flankiert von YB-Sportchef Steve von Bergen und Christoph Spycher, Delegierter des Verwaltungsrates.

Bild: PD

Christoph Spycher, Sport-Gesamtverantwortlicher beim 15-fachen Schweizer Meister YB, wird im Communiqué des Klubs wie folgt zitiert:

«Es ist beeindruckend, wie sich Filip Ugrinic in den letzten Jahren entwickelt hat. Wir freuen uns sehr, dass sich mit Ugrinic einer der begehrtesten Spieler der Super League für YB entschieden hat.»

Dem Vernehmen nach soll Ugrinic auch ein Angebot des FC Basel vorgelegen haben.

Spycher weiter im Zitat über Ugrinic: «Er wird mit seinen sportlichen Qualitäten, seiner Mentalität und seinem Charakter ein wichtiges Element in unserer Mannschaft sein. Wir planen mit ihm auf einer Aussenposition im Mittelfeld, dank seinen vielseitigen Fähigkeiten kann er aber auch auf anderen Positionen für Unberechenbarkeit sorgen.»

Ugrinic ist der erste Transfer von YB, hingegen ist noch immer nicht bekannt, wer die Berner in der neuen Saison coachen wird.

Favre wäre wohl der ideale Coach für Ugrinic

Gestern tauchte mit Lucien Favre ein interessanter Name in der Gerüchteküche auf. Der Ex-Trainer von Dortmund, Gladbach, Hertha BSC, Zürich und Servette hat einen exzellenten Ruf als Spielerverbesserer. Für Ugrinic wäre der einfühlsame Favre wahrscheinlich der ideale neue YB-Trainer. Aber auch FCL-Coach Mario Frick könnte die Berner übernehmen, obwohl er via Arbeitgeber verlauten liess, dass er seine Arbeit in Luzern fortsetzen möchte.

Von YB wird Ugrinic wie folgt zitiert: «Jetzt freue ich mich extrem auf die Herausforderung bei YB. Ich bin überzeugt, dass ich in Bern am richtigen Ort bin, um die nächsten Schritte in meiner Karriere machen zu können.» Und der Ex-Luzerner schliesst mit folgenden Worten:

«Ich möchte mithelfen, dass YB wieder an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen kann.»

Filip Ugrinic durchlief die gesamte Nachwuchsabteilung beim FCL.

Bild: PD