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Forscher entdecken jetzt einen neuen Risikofaktor für Durchbrüche bei Impfstoffen

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Erstellt: 24.04.2022, 14:12

Von: Stella Henry

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Impfausbrüche werden immer häufiger – doch das Risiko einer Coronavirus-Infektion trotz Impfung ist nicht für alle gleich. Hier spielen Faktoren wie das Alter eine Rolle. Forscher haben nun einen weiteren Risikofaktor identifiziert.

München – Trotz Impfung gegen das Coronavirus erkranken viele Menschen an Covid-19. Die Gründe dafür sind, dass die Impfung bei vielen schon einige Zeit her ist. Die Schutzwirkung lässt mit der Zeit nach. Außerdem steigt natürlich die Zahl der Durchbrüche mit der großen Zahl der Geimpften.

Eine neue US-Studie hat herausgefunden, welche Krankheiten dazu führen können, dass Menschen trotz Impfung krank werden. Forscher haben herausgefunden, dass Impfungen in der Regel nicht so gut wirken und die Schutzwirkung schneller nachlässt, nicht nur bei älteren Menschen und Menschen mit schwachem Immunsystem, wie z. B. bei Organtransplantationen oder Chemotherapiepatienten. Gesundheitsveteranen in San Francisco schreiben, dass auch Patienten mit psychischen Erkrankungen trotz Impfung gegen Covid-19 ein höheres Risiko für eine Koronarinfektion zu haben scheinen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachjournal JAMA.

Coronavirus: Durchbruchinfektionen sind bei psychischen Erkrankungen höher

Die Forscher analysierten Daten von 263.697 Patienten, die vollständig gegen COVID-19 geimpft worden waren. Die meisten von ihnen sind Männer über 60 Jahre. Etwas mehr als die Hälfte (51,4 Prozent) wurden in den letzten fünf Jahren mit einer oder mehreren psychischen Erkrankungen diagnostiziert. 14,8 % hatten eine Durchbruchinfektion mit COVID-19. Zu den diagnostizierten Erkrankungen gehören unter anderem bipolare Störungen, posttraumatische Belastungsstörungen, Angst- und Essstörungen.

Die Analysen der Forscher zeigen eine erhöhte Inzidenz von Durchbruchinfektionen bei Patienten mit psychischen Erkrankungen – und dies bleibt auch dann der Fall, wenn andere Risikofaktoren wie das Rauchen eliminiert wurden.

Coronavirus: Zwei Erkrankungen erhöhen das Risiko

Laut Forschern erhöhen zwei Diagnosen das Risiko: Anpassungsstörungen. Dies bezieht sich auf die Schwierigkeit, ein einmaliges oder andauerndes belastendes Ereignis zu akzeptieren. Und Substanzgebrauchsstörungen, das sind definierte Verhaltensmuster, bei denen Menschen weiterhin Substanzen wie Alkohol, Drogen, Koffein konsumieren, obwohl sie dadurch unter gesundheitlichen oder psychischen Problemen leiden können.

Das Risiko einer plötzlichen Ansteckung ist bei älteren Menschen mit psychischen Erkrankungen am stärksten gestiegen. Daher bestand bei den Studienteilnehmern ab 65 Jahren bei allen psychischen Erkrankungen ein erhöhtes Risiko für Impfdurchbrüche; bei jüngeren Menschen wirken sich dagegen nur Angststörungen, Anpassungsstörungen und Substanzgebrauchsstörungen negativ auf dieses Risiko aus.

Coronavirus: Zwei Erklärungen für die Ergebnisse der Studie

Erstens weisen die Forscher darauf hin, dass psychiatrische Störungen, einschließlich Depression, Schizophrenie und bipolare Störung, historisch mit einer verminderten zellulären Immunität und einer abgeschwächten Reaktion auf Impfstoffe in Verbindung gebracht wurden; So kann es sein, dass die Impfung gegen SARS-CoV-2 bei ihnen einfach weniger effektiv ist, der Impfschutz schneller verschwindet oder die Impfung weniger Schutz gegen neue Varianten bietet.

Laut US-Forschern erhöhen Angststörungen das Risiko eines Impfstoffdurchbruchs. (Ikonenbild) © Rolf Poss / imago

Andererseits können aus ihrer Sicht riskante Verhaltensweisen im Zusammenhang mit bestimmten psychischen Erkrankungen das Infektionsrisiko und damit das Risiko plötzlicher Infektionen erhöhen. Diese Hypothese muss jedoch in weiteren Studien überprüft werden.

Daher sollten zukünftige Forschungen „sowohl die immunologischen als auch die Verhaltensmechanismen identifizieren, die dem erhöhten Risiko einer Sars-CoV-2-Durchbruchinfektion bei Menschen mit psychischen Störungen zugrunde liegen“, so die Forscher weiter. So könnten Betroffene künftig besser über ihre Risiken informiert werden und vorbeugende Maßnahmen ergreifen.

Coronavirus: Impfung noch sinnvoll

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) ist es nicht verwunderlich, dass es immer häufiger zu Durchbrüchen bei Impfstoffen kommt. Als Grund gibt das RKI an, dass sich in der Regel immer mehr Menschen impfen lassen und Sars-CoV-2 derzeit umverteilt werde. Es erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, als vollständig geimpfte Person mit dem Virus in Kontakt zu kommen. Trotz weiterer Durchbrüche ist eine Impfung gegen Covid-19 sinnvoll.