Germany

Forscher haben in schwedischen Mäusen ein neues Coronavirus entdeckt

Häufiges Nagetier in Europa

Schwedische Forscher haben bei Mäusen ein neues Coronavirus entdeckt

Bei schwedischen Bankwühlmäusen wurde ein neues Coronavirus gefunden. Ob es auf den Menschen übertragbar ist, ist noch nicht bekannt.

Veröffentlicht: vor 31 Minuten

Woher das Virus kam, das die Corona-Pandemie verursachte, ist noch nicht klar. Wurde es von einem Tier auf den Menschen übertragen? Ist er aus dem Labor geflohen? Fest steht: Kleine Säugetiere wie Nagetiere und Fledermäuse sind weit verbreitete Reservoire für Kronenviren. Sie können auch mehrere Coronaviren gleichzeitig übertragen, wodurch sich Krankheitserreger vermehren können.

Insbesondere Südasien gilt als Hotspot für tierische Coronaviren, aber auch in Europa wurden mehrere solcher Viren gefunden, zuletzt in Proben von Wühlmäusen, die im schwedischen Grimso gefangen und getestet wurden. Forscher der Universität Uppsala haben eine neue Art von Coronavirus bei Tieren entdeckt.

Es wurde bei 3,4 Prozent gefunden

Die neu entdeckte Variante gehört zur Gruppe der Beta-Coronaviren, zu der neben einigen Nagetierviren auch die 2012 erstmals identifizierte Virusart Mers-Cov sowie Sars und Sars-Cov-2, die Verursacher der Covid-Pandemie 19.

Für ihre Studie entnahm das Team um die Infektionsspezialistin Anisia Wasberg Gewebeproben von 260 Wühlmäusen und testete sie auf virale RNA. Die Forscher verglichen die Gensequenzen mit denen bekannter Stämme des Coronavirus. Es stellte sich heraus, dass RNA, die in 3,4 % der jagenden Wühlmäuse gefunden wird, eine neue Option darstellt.

Der Erreger ist vermutlich relativ weit verbreitet

Der Erreger unterscheidet sich stark von den bekannten Nagetier-Coronaviren. Ob die auch als „Grimsö-Virus“ bekannte Variante auf den Menschen übertragbar ist, ist noch nicht bekannt. „Wir kennen die potenziellen Gefahren dieses Virus für die öffentliche Gesundheit immer noch nicht“, sagten die Forscher. Um das zu verstehen, muss der Erreger kultiviert und dann auf seine Bindung an den Rezeptor analysiert werden.

Die Wühlmaus ist eines der häufigsten Nagetiere in Europa. Ob das Grimsio-Virus auch bei Wühlmäusen außerhalb Schwedens vorkommt, ist unklar. Forscher gehen jedoch davon aus, dass der Erreger in der Population dieser Nagetiere relativ weit verbreitet ist. (ist nicht)