Der neue FCZ-Trainer Franco Foda (rechts) mit dem Präsidentenpaar Kanepa. Bild: Schlussstein
Der FC Zürich hat einen Nachfolger für Andre Breitenreiter gefunden. Franco Foda tritt das schwere Erbe des nach Hoffenheim abgewanderten Meistertrainers an. Der Deutsche erhält beim FCZ einen Zweijahresvertrag.
08.06.2022, 17:00000.08.2022, 19:38
Pünktlich zum Trainingsstart stellte der Schweizer Meister seinen neuen Trainer vor. Die Wahl von Franco Foda kam nicht mehr so überraschend wie vor einem Jahr, als der bekennende Bundesliga-Fan Ansilo Canepa Andre Breitenreiter vorstellte. Nach den guten Erfahrungen der vergangenen Saison setzt FCZ-Präsident und Sportchef Marinko Jurendic erneut auf einen Deutschen, der einen gut gefüllten Rucksack mit nach Zürich bringen wird.
„Ich möchte mich für Ihr Vertrauen bedanken. Die Gespräche haben mich von Anfang an wirklich überzeugt. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass wir etwas erreichen können. Ich bin zufrieden und glücklich. Die Vorfreude ist riesig und wir können es kaum erwarten, mit dem Team auf dem Platz zu stehen.“
Franco Foda
“Wir wollten einen erfahrenen Trainer, der hungrig und ehrgeizig ist”, sagte Jurendic. Neben dem Erfolg betonte Kanepa Fodas Kontinuität in seinen bisherigen Positionen. Mit einem kurzen Abstecher nach Kaiserslautern arbeitet der 56-jährige Pfälzer seit rund 15 Jahren bei Sturm Graz, mit dem er 2011 österreichischer Meister wurde. Als Nachfolger von Marcel Kohler betreute er seit vier Jahren die österreichische Nationalmannschaft ein halbes Jahr. .
Erfahrung, Erfolg und Kontinuität
Mit Österreich qualifizierte sich Foda für die EM 2021, wo das ÖFB-Team im Achtelfinale am späteren Europameister Italien in der Verlängerung scheiterte. Österreich hat in den Playoffs um die WM in Katar gegen Wales verloren. Nun habe es laut Foda Vorschläge für einen Bundestrainer gegeben, “aber das hat nirgendwo gefunkt”. Stattdessen entschied sich der zweifache deutsche Nationalspieler, der unter anderem für Kaiserslautern, Bayer Leverkusen und Stuttgart spielte, für eine Rückkehr in den Vereinsfußball.
Foda tritt in die Fußstapfen des Schweizer Meisters. „Ich weiß, dass Andre Breitenreiter großartige Arbeit geleistet und eine großartige Grundlage hinterlassen hat“, sagte Foda. Erfolgsbestätigung ist das Schwierigste, er hat es bei Sturm Graz erlebt. „Für mich hat das Gesamtpaket gestimmt. Und wir werden unser Bestes tun, um am Ende der Saison wieder strahlende Gesichter zu sehen.“ „Die Champions-League-Qualifikation hat ihren Reiz für Foda.“ Träumen kann man immer, aber die Champions League ist das Größte im Vereinsfußball.
Beginnen Sie mit den englischen Wochen
Aber es ist noch ein weiter Weg. Und Foda hat nicht viel Zeit, sich daran zu gewöhnen. Die Saison startet nach fünfeinhalb Wochen, was dem FCZ ein paar englische Wochen Zeit zum Start gibt. Von der Teilnahme an der Champions League bis zum Verpassen der europäischen Gruppenphase ist alles möglich. Deshalb sagte Jurendic: „Unser Team konzentriert sich auf Wettbewerbsfähigkeit in der Super League.“
Die Zahl 10 dreht sich um Franco Foda:
Klar ist aber, dass der FCZ trotzdem Transfers tätigen wird. „Wir werden die Mannschaft punktuell verstärken, aber nicht aufblähen“, sagte Jurendic. So oder so ist es noch möglich. Die Zukunft von Asan Sizi, der mit der Nationalmannschaft von Gambia reist, ist weiterhin unklar. Wilfried Gnonto, dessen Vertrag in einem Jahr ausläuft, dürfte nach seinem starken Debüt in der italienischen Nationalmannschaft schwer zu halten sein.
All diese Fragen werden spätestens im August beantwortet. Bis dahin mussten die Verantwortlichen die Ziele für die Saison bekannt geben. “Wir sind ehrgeizig”, sagte Kanepa. Als möglichen Serienmeister wird er den FCZ aber sicher nicht bekannt geben. Auch Foda ist vorsichtig. “Wir wollen ganz oben mitspielen, aber die Young Boys und Basel sind die Favoriten.” Er spielte vor 25 Jahren für den FCB – mit mäßigem Erfolg. Beim FCZ muss das verbessert werden. (abu / sda)
So feiern der FC Zürich und seine Fans den Meistertitel
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So feiern der FC Zürich und seine Fans den Meistertitel
Quelle: Keystone / Patrick Straub
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