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G7-Treffen: Warum Bidens Hubschrauber nicht nach Ellmau fliegen durfte – Politik

In der Nacht zum Samstag war die Hauptstraße von Garmisch-Partenkirchen für mehr als 100 Minuten voll gesperrt. Es gibt keine Kreuzung. Auch nicht für Notdienste. Anwohnern wurde sogar verboten, die Straße zu überqueren.

Bis der hundert Meter lange Konvoi von US-Präsident Joe Biden (79) vorbeizog.

BILD fand heraus: Nach der Ankunft mit der „Air Force One“ am Flughafen München durfte der US-Präsident nicht – wie sonst üblich – schnell und bequem mit dem Helikopter zum Schloss Ellmau fliegen. Obwohl er in seinen Helikopter stieg, musste er seinen Flug nach Pömetsried (knapp 40 km vom Schloss entfernt) unterbrechen.

► Der Grund: Nach US-Sicherheitsprotokollen darf der Präsidentenhelikopter nur dann auf der Stelle landen, wenn die Besatzung den Landevorgang geprobt hat. Diese Regel kann nur in absoluten Notfällen umgangen werden.

Am vergangenen Freitag wollten amerikanische Piloten den eigens für Helikopter asphaltierten Parkplatz in der Nähe des Schlosses anfliegen, wurden aber von einem Sturm mit Hagel und Böen gestoppt. Alternativer Standort: Flughafen bei Pömetsried.

Von dort musste Biden 40 Kilometer auf der Straße nach Ellmau fahren. Aber nicht ohne Dutzende von deutschen Polizeifahrzeugen, mehr Geheimdienstautos und sogar einen amerikanischen Krankenwagen.