Germany

Gabby Schwartz ist die neue Ombudsfrau

Politik

Eine Frau aus dem Burgenland übernimmt die vakante Stelle bei der Volksanwaltschaft: Gabi Schwartz, seit fünf Jahren in der Bundespolitik für die ÖVP tätig, wurde am Montagabend vom Bundespräsidenten vereidigt – nun muss Gabi Schwartz bei Problemen helfen die Behörden.

11.07.2022 19.13

Online seit gestern, 19:13

Die neue Ombudsfrau Gabriela Schwartz wurde am Montag von Bundespräsident Alexander Van der Bellen vereidigt. Sie folgt auf ihren Parteikollegen Werner Amon, der in die steirische Landesregierung gewechselt ist. Schwartz ist ehemaliger stellvertretender Generalsekretär der ÖVP und war zuvor Journalist beim ORF im Burgenland.

Van der Bellen gratulierte dem neuen Ombudsmann und betonte: „Mit der Eidesleistung übernehmen Sie auch den Vorsitz des Ombudsmann-Gremiums.“ Dies ändert sich jedes Jahr Ende Juni. Schwartz übernimmt die Verantwortung für eine der “wichtigsten Einrichtungen des Zivilschutzes” des Landes. Die Volksanwaltschaft sei bei ihrer Gründung im Jahr 1977 eine der ersten Volksanwaltschaften weltweit gewesen, betonte der Bundespräsident.

ORF Gabby Schwartz bei ihrer Eröffnung

Schwarz: „Große Ehre“

Mittlerweile widmet man sich nicht nur möglichen Beschwerden in der Verwaltung, sondern es kommen immer wieder neue Aufgaben hinzu. Van der Bellen erklärte, dass der Ombudsmann-Rat nun auch der Hüter der Menschenrechte bei freiheitsentziehenden Maßnahmen sei.

Schwartz, der das neue Amt am Dienstag antreten wird, wurde im Beisein von Angehörigen und dem zuletzt den Vorsitz führenden Volksanwalt Walter Rosenkrantz vereidigt. “Es ist eine große Ehre”, versicherte sie. Schwarz wurde am Freitag vom Nationalrat gewählt. Sie erhielt die Stimmen aller Fraktionen – außer NEOS. Die rosafarbene Fraktion kritisiert einen „Hände weg-Befehl“ der ÖVP.

ORF Mutter und Schwester von Gabby Schwartz bei ihrer Vereidigung

Leichte Verspätung

Es gab eine kleine Verzögerung bezüglich des Eids. Dies sollte bereits am Montagmorgen geschehen. Doch am Ende der Nationalratssitzung am Freitag wurde das offizielle Protokoll nicht verlesen. Daher musste diese für einen Arbeitstag in der Parlamentsverwaltung zur Überprüfung – etwa zur Behebung von Fehlern – zur Verfügung stehen. Der Arbeitstag endete am Montag um 16:00 Uhr, danach stand der Vereidigung nichts mehr im Wege.