Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl bezeichnete die von einer Mehrheit des Landes (60 Prozent) gegen die Miteigentümer Wirtschaftskammer (30 Prozent) und Arbeiterkammer (10 Prozent) verhängte Kündigung Kärntens als „ zweifelhaftes Signal an die Tourismusbranche.“ Werbeleiter Christian Kresse. „In den letzten Tagen und Wochen gab es sehr große Bedenken über den Zeitpunkt und die Form dieser für unsere Branche wichtigen Personal- und Managemententscheidung verstehe nicht, warum die Politik die deutlich geäußerte Skepsis aller Tourismusverbände und namhafter Kärntner Unternehmer ignoriert.“
Einsame Entscheidungen
Diese Arroganz der Politik zeige deutlich, wie viel Diskussionsbedarf es bei der Beteiligung von Tourismusverbänden an der Werbung für Kärnten gebe, betonte Petrich. Es ist nicht hinnehmbar, dass Tourismusunternehmen die Werbung für Kärnten mit ihren Steuern und Gebühren finanzieren, und dass Politiker einseitige Entscheidungen ohne Beteiligung der Kostenträger und Betroffenen treffen, die sowohl zeitlich als auch formal höchst fragwürdig sind. „Die Kärntner Tourismusbranche weiß bis heute nichts über die Persönlichkeit, Fähigkeiten, Einstellungen oder Konzepte des neuen Geschäftsführers. Ich sehe dieses Streben nach Tourismus durch die Tourismuspolitik nicht als Ende einer Debatte, sondern als Anfang davon!“
IHK-Präsident Jürgen Mandl hat in der Mitgliederversammlung die Position des Landes berücksichtigt, aber bedauert, dass das Land gegen den erklärten Willen des Unternehmens und der Arbeitnehmervertreter Entscheidungen mit formaler Mehrheit getroffen habe. Mandl will nun auch bei der Kärnten Werbung über eine Reform der Eigentümerstruktur sprechen.
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