Wirtschaft Russisches Gasunternehmen
Gazprom sagt, es könne den weiteren Betrieb der Gaspipeline Nord Stream nicht garantieren.
Bis: 17:14 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Gazprom stellt die Fortführung des Betriebs der Gaspipeline Nord Stream in Frage.
Der russische Gaskonzern Gazprom hat Zweifel am Weiterbetrieb der Gaspipeline Nord Stream 1 inmitten von Turbinenreparaturen in Kanada geäußert. Gazprom hat noch keine schriftliche Bestätigung erhalten, dass die reparierte Turbine tatsächlich geliefert wird. Christoph Wanner hat die ersten Details.
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Nord Stream 1 wurde am Montag wegen Wartungsarbeiten vorübergehend abgeschaltet. Der russische Gaskonzern Gazprom hat nun wegen eines fehlenden Dokuments den Weiterbetrieb der Pipeline nach planmäßiger Wartung in Frage gestellt.
Der russische Gaskonzern Gazprom hat den weiteren Betrieb der Gaspipeline Nord Stream 1 angesichts der Reparatur der erforderlichen Turbine in Kanada in Frage gestellt. Gazprom habe noch keine schriftliche Bestätigung erhalten, dass die reparierte Turbine aus Kanada tatsächlich an das für die Installation verantwortliche Unternehmen Siemens geliefert werde, teilte der russische Konzern am Mittwoch mit. “Unter diesen Umständen” kann Gazprom den zukünftigen Betrieb der Leitung nicht garantieren.
Unter Berufung auf die defekte Turbine hatte Russland bereits Mitte Juni die Gaslieferungen durch die Ostsee-Pipeline stark eingeschränkt. Anschließend wurde die Turbine zur Reparatur in ein Siemens-Werk in Kanada gebracht. Wegen der Sanktionen Kanadas gegen Russland war zunächst unklar, ob das inzwischen reparierte Gerät zurückgegeben werden kann.
Allerdings gab die Regierung in Ottawa am Wochenende grünes Licht für den Export. Der Siemens-Konzern hat angekündigt, die Turbine schnellstmöglich zu installieren. „Gazprom hat kein einziges Dokument, das es Siemens erlaubt, das Gasturbinentriebwerk zu exportieren, das derzeit in Kanada repariert wird“, sagte das russische Unternehmen.
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Auch die reguläre Wartung der Gaspipeline Nord Stream hat am Montag begonnen, so dass vorerst kein Gas mehr fließt. Die Arbeiten sollen etwa zehn Tage dauern. Allerdings gab es Zweifel, ob das Gas danach tatsächlich wieder fließen würde.
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