Veröffentlicht30. Mai 2022, 22:00 Uhr
Der Luzerner Stadtrat will mit der Stadtverwaltung die Innenstadt stärken. Der Stadtverband und andere Interessengruppen begrüßen den Vorschlag. Das letzte Wort hat jedoch das Stadtparlament.
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Auf dem Weinmarkt waren am Montagnachmittag nicht viele Passanten unterwegs.
20 Minuten / Daniela Gigor
Auch auf der Royce Bridge gibt es keine Staus.
20 Minuten / Daniela Gigor
Auch nicht auf dem Getreidemarkt.
20 Minuten / Daniela Gigor
Das Zentrum von Luzern verändert sich. Traditionelle Läden wie diese Modehaus Kofleran Relax-Bekleidungsgeschäft oder die von einem Temporärer Standort in toller Lage sind verschwunden, um nur einige zu nennen. Die Corona-Krise und der wachsende Online-Handel haben heimische Städte auf die Landkarte gebracht immer noch unter Druck. Dagegen will der Luzerner Stadtrat nun etwas unternehmen.
Um die Innenstadt attraktiv zu halten, will die Stadtverwaltung ein Stadtmanagementsystem schaffen. Die Idee geht auf das Postulat der Fraktion Mitte und der JUSO/SP-Fraktion im Großstadtrat zurück. Andere Schweizer Städte wie Basel, Rheinfelden oder Aarau haben bereits solche Positionen.
Die Stadtverwaltung sollte nicht Teil der Verwaltung sein
Wenn es nach dem Rat der Stadt geht, muss der City Manager künftig als eigenständige Organisation außerhalb der Verwaltung arbeiten. Um das Projekt so schnell wie möglich voranzutreiben, ist der Stadtrat bereit, eine Anschubfinanzierung bereitzustellen. Nach der Anschubfinanzierung wird die Stadtverwaltung von der öffentlichen Hand sowie von privaten Organisationen und Einzelpersonen finanziert. „Neben Unternehmen aus Branchen wie Handel und Gastronomie müssen auch Vertreter der Immobilienwirtschaft für ihr finanzielles Engagement belohnt werden“, sagte der Stadtrat am Montag.
„Die Basis für eine attraktive, lebendige Stadt“
Josef Villiner, Präsident des Städtebundes, erklärt: „Die Stadtverwaltung will die Kräfte verschiedener Akteure bündeln.“ So können beispielsweise gemeinsame Marketingaktivitäten ähnlich wie in einem Einkaufszentrum geplant werden. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung müssen gemeinsame Zukunftsvisionen entwickelt werden.
Auch der Dialog mit Vermietern muss verstärkt werden. Leere Läden können so schneller vermietet werden. Ob das Projekt ein Erfolg wird, wird die Zeit zeigen. Williner: „Wer nichts versucht, kann nichts gewinnen. Auch das Stadtmanagement führt mit der notwendigen finanziellen Unterstützung zu professionelleren Strukturen. Der Luzerner Stadtverband will im neuen Gremium Platz nehmen, es mitgestalten und konstruktiv mitarbeiten.
Der City Manager wird sein Amt frühestens 2023 antreten
Auch andere Interessengruppen in der Luzerner Innenstadt stehen hinter den Plänen. Zusammen mit der City Vereinigung Luzern, dem Quartierverein Hirschmatt-Neustadt, der Gastro Region Luzern, der IG Kultur Luzern und den Luzern Hotels erklärten sie, dass das City Management „eine unverzichtbare Investition in die Zukunft Luzerns und daher sinnvoll und notwendig“ sei.
Der Stadtrat wird voraussichtlich am 30. Juni 2022 über die Annahme des Berichts und des Regierungsvorschlags abstimmen. Die Einführung des City Management Luzern, verbunden mit der Anstellung eines City Managers, soll in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres erfolgen.
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