21. Juli 2022
„Grease“ entführt die Besucher des Amstettener Musiksommers zurück in die 1950er Jahre – eine Zeit der Leichtigkeit und Unbeschwertheit, wie Produzent Christoph Heigl betont. © Agentur und Punkt
Der diesjährige Musiksommer in Amstetten führt uns zurück in die 1950er Jahre. „Grease“ feierte dort am Mittwoch Premiere. Die Verfilmung von 1978 mit John Travolta und Olivia Newton-John in den Hauptrollen war ein nachhaltiger Kinoerfolg.
Hits wie „Summer Nights“ und „You’re the one that I want“ finden auch heute noch einen Platz in vielen Radio-Playlists. Die Geschichte dahinter ist leicht verständlich und garantiert perfekte Unterhaltung an einem lauen Sommerabend.
Sandy (Deike Darrelmann) geht zufällig auf dieselbe Schule wie ihr Ferienfreund Danny (Alexander Oller). Aber er will nichts mehr von ihr wissen. Der ehemalige Schüler im Kloster passt nicht ins Image des Machos und coolen Frauenhelds. Sandy ist zutiefst enttäuscht und behandelt Danny mit Verachtung.
Diese wiederum ist nicht zu tolerieren und bemüht sich mal mehr, mal weniger um Sandys Herz. Schließlich wird Sandy „cooler“, Danny singt „You’re the one that I want“, und so stehen die beiden nicht wie ursprünglich gesungen im Himmel, sondern nun auf der Bühne.
Unbeschwerte Leichtigkeit ohne hohe Spritpreise
Unbeschwerte Leichtigkeit ist das Ziel, so Produzent Christoph Heigl. Das ist zweifellos erfolgreich. Das Bühnenbild mit Videoprojektionen und die Kostüme inklusive Elvis-Frisuren und natürlich den obligatorischen Petticoats vermitteln ein authentisches 50er-Jahre-Feeling.
Man erinnert sich an die Zeit, als hohe Spritpreise, Rauchverbote und Inflation keine Rolle spielten. Für die perfekte musikalische Atmosphäre sorgt die Band um Christian Frank. Ohrwürmer sitzen. Einige der Nebendarsteller, wie etwa Muriel Wilfurt als Jan oder Eiko Keller als Johnny Casino, hatten jedoch stimmgewaltiger als die beiden Hauptdarsteller.
Premiere mit Playback-Gesang
Hauptdarstellerin Dake Darrellman hat den Ausdruck „Hals- und Beinbruch“ vielleicht zu wörtlich genommen, weil ihre Stimme genau in der Pause verstummte. Die Show musste mit aufgenommenem Gesang und Playback gespeichert werden. Aber Darrelmann hat das besser hinbekommen als manche “Profis” im Playback, und so konnte diese kleine Panne den tosenden Applaus und Standing Ovations am Ende nicht stoppen. Beim Schlussapplaus nahm das Publikum begeistert die Highlights der Show auf.
Der Kartenvorverkauf verspricht einen erfolgreichen Musical-Sommer in Amstetten: Acht zusätzliche Vorstellungen sind geplant und 82 Prozent der Karten sind bereits im Vorverkauf verkauft.
Von Verena Schöberl
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