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“Grüne” Lärmschutzwände aus Vorarlberg – vorarlberg.ORF.at

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Auf der Inntalautobahn (A12) in Tirol ist am Dienstag eine “grüne” Lärmschutzwand in Betrieb gegangen. Es ist das erste seiner Art in Tirol – es wurde von einem Unternehmen aus Vorarlberg entwickelt. Bei Produktion und Bau werden laut ASFINAG 50 Prozent weniger CO2 verbraucht als bei herkömmlichen Systemen.

07.09.2022 06.08

Ab heute, 6.08 Uhr online

Die 425 Meter lange und bis zu 3,50 Meter hohe Mauer in Kramsach (Kreis Kufstein) wird mit wildem Wein, Efeu und Clematis bepflanzt und die Krone mit Blumen bepflanzt, um zur Artenvielfalt beizutragen. Zudem sei die von der Firma Grünkonzept aus Langen bei Bregenz entwickelte Mauer „nahezu wartungs- und pflegefrei“, so der Autobahnbetreiber. Auch ein Bewässerungssystem ist nicht erforderlich.

Lebensraum für Insekten und Vögel

Die vollständig begrünte Wand bietet auch einen wertvollen Lebensraum für Insekten und Vögel, so Unternehmer Stefan Gieselbrecht, der sich seit mehr als 15 Jahren auf Begrünungssysteme im Innen- und Außenbereich spezialisiert hat. Seine Firma Grünkonzept realisiert Lärmschutzwände.

Die Mindestnutzungsdauer des „grünen“ Schallschutzes beträgt ca. 60 Jahre. Die Kosten der Wand sind nach Angaben des Unternehmens mit denen herkömmlicher Lärmschutzwände vergleichbar, insgesamt aber aufgrund einer um rund 40 Jahre längeren Lebensdauer günstiger. Zudem ist die Luftschalldämmung im Vergleich zu herkömmlichen Lärmschutzwänden überdurchschnittlich.

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Gieselbrecht Komplett grüne Lärmschutzwand in Lauterach Gieselbrecht Mauern wachsen schnell in Gieselbrecht Bau einer grünen Lärmschutzwand an der Autobahn bei Ennsdorf Gieselbrecht GmbH Kurz nach der Errichtung der Mauer sieht sie zunächst so aus, bis sie herauswächst

Verzinkte Stahlkonstruktion

Im Juli begannen die Bauarbeiten an der Inntalautobahnmauer, am Dienstag wurde das Projekt offiziell abgeschlossen und an die ASFINAG übergeben. Die Lärmschutzwand besteht aus einer „A-förmigen Unterkonstruktion aus verzinktem Stahl, die mit einem dichten Stahlgitter und einer geotextilen Matte ausgekleidet ist“, teilte die Bernard Group mit, die für die Bauüberwachung des Projekts in Tirol verantwortlich ist. „Der Unterbau besteht aus unverdichtetem Füllmaterial, am unteren Ende sind Humusstreifen angebracht“, hieß es.

Bereits an mehreren Standorten in Vorarlberg

Nach Angaben des Unternehmens aus Langen wurden solche „grünen“ Lärmschutzwände bereits auf mehreren privaten Flächen in Vorarlberg installiert. Auch im öffentlichen Bereich wird die Wand zunehmend nachgefragt – zum Beispiel von Kommunen und zunehmend auch von Straßenbetreibern wie der ASFINAG.

Erstmals errichtete das Unternehmen im vergangenen Jahr eine acht Meter hohe Lärmschutzwand an einer Autobahn in Oberösterreich. Im niederösterreichischen Ennsdorf ist eine solche Mauer des Langener Unternehmens entlang der B123 1,2 Kilometer lang.