Wetter
Hagel, Starkregen und Orkanböen: Mehr als 50 Feuerwehreinsätze in der Ostschweiz +++ Unwetter über dem Bodensee in einem Dauervideo
Ein Gewitter fegte am frühen Sonntagnachmittag durch die Ostschweiz. Der Wetterdienst Meteocentrale hat für den Raum St. Gallen vor einem Sturm der Stufe “Violett” gewarnt. Die Feuerwache sollte sowohl im Kanton Appenzell Ausserrhoden als auch im Kanton St. Gallen angesiedelt werden.
Dunkle Wolken über dem Bodensee.
Bild: Tino Diche
Erst die «rote Stufe», dann die «violette Stufe»: Der Wetterdienst Meteocentrale stufte eine Gewitterfront, die am frühen Sonntagnachmittag über die Ostschweiz zog, konstant höher ein. Kurz nach 14 Uhr bezeichnete der Wetterdienst das Gewitter als “rotes Gewitter”, etwa eine halbe Stunde später als “violettes Gewitter”. Auf lokaler Ebene drohen heftiger Hagel, Starkregen und Orkanböen, heißt es in einer Wetterwarnung. Die Blitzaktivität war hoch.
Das Gewitter zog von Südwesten nach Nordosten: von Togenburg durch das Appenzellerland ins St. Galler Raum und weiter zum Bodensee und ins Rheintal. Gegen 15 Uhr scheint das Schlimmste überstanden, laut SRF Meteo blieben die Gewitter im Osten.
Der Sturm über dem Bodensee in einem Video der Verzögerung.
Video: Tino Diche
Laut Pascal Hederley, Mediensprecher der St. Galler Polizei, kam es in insgesamt vier Gemeinden zu rund zwei Dutzend Feuerwehreinsätzen, wobei das Rhein- und das Werdenbergtal besonders von sintflutartigen Regenfällen betroffen waren. Die Feuerwehr musste vor allem wegen überfluteter Keller, aber auch überlaufender Bäche und Äste auf der Straße ausrücken. „Glücklicherweise haben wir keine Berichte über Opfer erhalten“, sagte Heatherley.
Im Kanton Appenzell Ausserrhoden mussten Rettungskräfte rund 30 Mal verlegt werden. „Hauptsächlich im Mitteland und Forderland, von Stein über Hayden bis Wolfhalden“, sagte Mediensprecher Marcel Verlin gegenüber FM1Today. In den Straßen von Hayden hagelte es richtig.
In Grub, in der Nähe von Funflanderblick, explodierte eine starke Stadt.
Video: Tino Diche
Gewitter in der ganzen Schweiz – Aksenstrasse in der Zentralschweiz gesperrt
Noch freundlicher verlief der Beginn des Pfingstwochenendes: Für Gewitter war die Luft am Samstag etwas zu trocken, sodass die Gewitteraktivität minimiert wurde. Laut Meteonuz sind nur lokale Gewitter ausgebrochen. In der Nacht zum Sonntag wurde die bis dahin trockene Luft des Südwestens befeuchtet.
Am Morgen wurden im Berner Oberland starke Gewitter mit Hagel registriert, später waren die Region Zürich und die Zentralschweiz betroffen. Beispielsweise wird die Axenstrasse nach einem Steinschlag gesperrt. Bisher wurden in der Schweiz mehr als 20’000 Blitzeinschläge bei andauernden Gewittern registriert. Die meisten davon im Kanton Bern, gefolgt vom Tessin und St. Gallen. (mg/aib/dar/nat)
In diesen Kantonen blitzte es am meisten.
Bildschirmfoto: Meteonews
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