Germany

Handball: Oltens Trainer tritt seinem eigenen Spieler in den Hintern

Wilde Szenen im Schweizer Frauen-Handball: Im letzten Spiel der Auf-/Abstiegsrunde gegen Herzogenbuchsee verlor Olten den Ausgleich mit 32:32 Sekunden vor Schluss. Mit dem Sieg würden die Oltnerinnen in die NLA aufsteigen, bleiben also zweitklassig.

Oltens Trainer Christian Mueller verliert vor dem Tor total die Fassung: Er tritt Toy Merita Shabanai mit dem Knie in den Arsch. Sie versteht die Welt nicht mehr, fasst sich an den Hintern und blickt verdutzt in Richtung ihres Trainers.

Shabanai ist kein Unfallopfer: Sie rennt zu langsam, um kurz vor dem Schuss mit dem Torhüter zurückzukommen, und lässt das Tor ins leere Tor laufen. Ein Fehler, der den körperlichen Einsatz ihres Trainers in keiner Weise rechtfertigt. Olten will den Vorfall intern aufklären und laut Blick-Anfrage am Dienstag die möglichen Konsequenzen bekanntgeben.

Brisant ist der Skandal auch für den Schweizerischen Handballverband (SHV). Müller hat dort als Ausbildungsleiter eine Schlüsselposition inne. „Der Fall liegt bereits bei der zuständigen Disziplinarkommission für Leistungssport (DKL) und wird entsprechend untersucht“, sagte SHV-Geschäftsführer Jürgen Krüger. „Zum Schutz aller Beteiligten kommentieren wir das laufende Verfahren nicht und warten die Entscheidung und Begründung des DKL ab. Neben diesem laufenden Sportdisziplinarverfahren sind auch wir als sein Arbeitgeber verpflichtet, den Vorfall aufzuarbeiten und abschließend zu bewerten. »(CMU)