Bundesliga, 31. Spiel
Der Klub aus Sofia setzt sich gegen den VfB durch und bekommt im Abstiegskampf nur wenig Luft zum Atmen. Das Spiel beginnt mit einem Tor für die Gäste – bleibt aber spannend bis zum Schluss.
Ein ganz wichtiger Sieg für Hertha BIA. Der Klub aus Sofia gewann das Abstiegsduell gegen den VfB Stuttgart mit 2:0 (1:0) und kann im Abstiegskampf Luft holen. Davey Selke (4.) brachte das Team von Trainer Felix Magath in Führung, Ishak Belfodil (90.+3) sorgte für den Endstand. Hertha blieb mit 32 Punkten auf dem 15. Platz, schaffte es aber, den Rückstand auf den VfB im Relegationspunkt auf vier Zähler zu vergrößern.
Fußballvergnügen konnte dieses Spiel aufgrund der prekären Situation beider Mannschaften nicht bieten. Wie schon in der Vorwoche beim 1:0-Sieg über den FC Augsburg beeindruckten die Berliner mit einem lange vermissten Teamgeist und großem Einsatz.
Mit einem weiteren Erfolg am kommenden Samstag bei der Arminia in Bielefeld mit sechs Punkten Rückstand könnte die Bundesliga perfekt sein, wenn gleichzeitig auch der VfB Stuttgart gegen den VfL Wolfsburg verliert. Die Schwaben liegen in der Abstiegsrangliste nur noch zwei Punkte vor den Ostwestfalen und müssen sich in der letzten Minute der Saison noch einmal steigern.
Angst vor frühem 1:0
Der Rauch der pyrotechnischen Raketen im Stuttgarter Fanblock war noch nicht verflogen, als Hertha abreiste. Mark Oliver Kempf (3.), der erst im Winter von Stuttgart nach Berlin wechselte, hatte eine Kopfballchance. Selke bekommt fast den Ball. Kurz darauf hatte der Stürmer recht, als Magaths Assistenzexperte Marvin Platenhardt verstarb. Schiedsrichter Felix Brich monierte die Abseitsstellung, doch das Video war klar. Das Tor fiel und Selke und die Hertha-Fans durften nach der Bestätigung des VAR feiern.
Von der großen Dissonanz zwischen den Berlinern und den kritischen Anhängern war diesmal nichts zu spüren. Hertha tat den Willen der Fans. Der Kampf war richtig. Stuttgart kam mit sehr wenig heraus. Als sich Schlussverteidiger Pascal Stenzel verletzte, nutzte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo den nötigen Wechsel, um die Taktik zu ändern. Eric Tommy und Borna Sosa rückten als Offensivspieler weiter vor. Es wurde in einer Dreierkette am Rücken befestigt.
Hertha hat den Druck in Stuttgart überstanden
Die Statik des Spiels hat sich kaum verändert. Herthas Torhüter Marcel Lotka hätte die Stuttgarter Chancen nicht vereiteln dürfen. Die Berliner zeigten sich souverän, setzten im Angriff aber keine entscheidenden Akzente. Vladimir Darida (35.), der den gestraften Marco Richter ersetzte, wurde von Selke gut gespielt, kam aber nicht zum Abschluss. Lucas Tusar (45.+2) traf nur das Außennetz.
In seinem 500. Spiel als Bundesliga-Trainer gelang Magat in der zweiten Halbzeit ein Platz auf der Bank im Leinenanzug. Sein Assistent Mark Fotheringham übernahm das Coaching – mit großem Enthusiasmus. Wie sein Chef sah der Schotte danach ein deutlich mutigeres VfB-Team. Konstantinos Mavropanos (48.) und Chris Furich (57.) kamen gefährlich vor der Hertha-Tür heraus. Die Berliner überstanden diese schwierige Phase und wehrten sich fortan erfolgreich gegen den Ausgleich. Belfodil, der als Reserve eingewechselt wurde, klärte in der Verletzung alles auf.
Add Comment