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Die Hitze hat Europa fest im Griff. Mehrere Länder sind von Großbränden betroffen. Während sich die Lage auf Teneriffa langsam beruhigt, lodern die Flammen im Nordosten Griechenlands unkontrolliert weiter.
Spanien: Die Lage hat sich entspannt – auch auf der schwer betroffenen Insel Teneriffa. Das Feuer verliere an Stärke und es bestehe Hoffnung, dass die Flammen bald unter Kontrolle gebracht werden können, zitierte die spanische Zeitung El Dia am Montag den Präsidenten der Insel, Pedro Martin. Viele weitere Waldbrände in Spanien sind in den vergangenen Wochen inzwischen gelöscht oder weitgehend eingedämmt worden.
2022: Das verheerendste Jahr der Waldbrände
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Legende: Die Brände, die seit einer Woche in Spanien wüten, haben mehr als 110.000 Hektar vernichtet. Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Reuters
2022 ist Spaniens verheerendstes Waldbrandjahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Laut dem Copernicus Earth Observing System haben die Flammen bisher mehr als 197.000 Hektar Wald zerstört. Das ist mehr als im gesamten Rekordjahr 2012.
Bei den Waldbränden im Jahr liegt Spanien laut Copernicus vor Rumänien (knapp 150.000 Hektar), Portugal (gut 46.000), Frankreich (knapp 40.000), Kroatien (rund 31.000) und Italien (gut 25.000 Hektar). bisher das am schlimmsten betroffene Land unter den registrierten europäischen Ländern. Am Freitag besserte sich die Situation. Nach Angaben der Behörden waren am Nachmittag nur wenige größere Brände aktiv, etwa in Galicien und Teneriffa.
Italien: Die Feuerwehr rückte in diesem Sommer häufiger zu Waldbränden aus als noch vor einem Jahr. Vom 15. bis 21. Juli wurden mehr als 32.900 Einsätze gezählt, das sind rund 4.000 mehr als im Vorjahr, wie die Feuerwehr mitteilt. Im Grenzgebiet der Region Friaul-Julisch Venetien lodern seit Tagen Waldbrände. Auch in Massarossa in der Toskana brach ein großes Feuer aus, bei dem Hunderte Menschen gerettet wurden.
Brände in Slowenien unter Kontrolle
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Tausende Einsatzkräfte bekämpften die Brände, die seit einer Woche im slowenischen Karstgebiet wüten. Am Montag waren nur noch 240 Feuerwehrleute in der Gegend, um die Situation zu überwachen, berichtete die Nachrichtenagentur STA. Die Flammen haben diesen Angaben zufolge fast 4.000 Hektar Vegetation zerstört. Über Schäden an Gebäuden in den betroffenen Dörfern gab es zunächst keine Informationen.
Präsident Borut Pahor dankte den Regierungen der Länder, die Löschflugzeuge und Hubschrauber nach Slowenien geschickt hatten, um das Feuer zu bekämpfen. Laut STA sind dies Kroatien, Österreich, Italien, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Serbien.
Auch die Brandbekämpfung aus der Luft spielte eine zentrale Rolle, da in den schwer zugänglichen Karstgebieten noch viele Trümmer und Minen aus dem Ersten Weltkrieg liegen.
Griechenland: Das riesige Feuer im Dadia-Nationalpark im Nordosten des Landes wütet weiter unkontrolliert – den fünften Tag in Folge. Das Dorf Dadiya wurde evakuiert, 320 Feuerwehrleute wurden mit 68 Löschfahrzeugen, sechs Löschflugzeugen und zwei Hubschraubern entsandt. Es gibt auch Militärpersonal vor Ort, das Unterstützung leistet.
Das Feuer soll bisher mehr als 2.500 Hektar Wald und Land zerstört haben. Das ist das Ergebnis von Berechnungen und Karten von Experten zu Wäldern und Waldbränden, berichtete die griechische Nachrichtenagentur ANA.
Bildunterschrift: Feuerwehrleute bekämpfen ein Feuer in der Nähe des Dorfes Vatera auf Lesbos. Reuters
Auch ein Großbrand im Süden der Ferieninsel Lesbos ist nicht unter Kontrolle. Dort war der Wind so stark, dass sich der Brandherd immer wieder entzündete. Die Bevölkerung zweier Dörfer wurde aufgefordert, die Dörfer zu verlassen. Der Waldbrand hat in der Region bereits etwa 1.700 Hektar Wald und Land zerstört.
Der Rauch war so dicht, dass er aus dem Weltraum gesehen werden konnte. Das teilte das europäische Erdbeobachtungssystem Copernicus auf Twitter mit.
Der am Sonntag ausgebrochene große Waldbrand im Westen der Halbinsel Peloponnes hat sich am Montag fortgesetzt. Auch auf der Halbinsel Chalkidiki südöstlich der bei Urlaubern beliebten Hafenstadt Thessaloniki gab es einen Brand. Und auch in der Nähe der kretischen Hauptstadt Rethymno brach im Laufe des Tages erneut ein Feuer aus.
Bildunterschrift: Ein Löschhubschrauber überfliegt Cresthena, westlich der Halbinsel Peloponnes, über den meterhohen Flammen des Waldbrandes. Reuters
Ein Ende der Brände in Griechenland ist nicht in Sicht. Laut Meteorologen wird die Dürre anhalten. Lokale Temperaturen werden voraussichtlich 40 Grad erreichen. Teilweise kommen starke Winde hinzu.
Frankreich: Die Brände entlang der Atlantikküste sind teilweise vollständig gelöscht. Der Waldbrand in Landiras sei vollständig unter Kontrolle, teilte die für die Gironde zuständige Präfektur am Montag mit. Einsatzkräfte haben den zweiten großen Waldbrand in der Gegend um La Test-de-Buch unter Kontrolle gebracht.
Bildunterschrift: Ein Feuerwehrmann versucht am 23. Juli 2022 in Luchat in der Gironde-Region ein Bodenfeuer zu löschen. Reuters
Tschechien: Die Löscharbeiten für einen Waldbrand im tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz gehen weiter. Rund 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit fast 50 Fahrzeugen sowie ein Polizei- und ein Militärhubschrauber waren am Montag vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen, wie ein Sprecher des Rettungsdienstes mitteilte.
Großbritannien: In der englischen Grafschaft Surrey hat die Feuerwehr am Sonntag mehrere Großbrände bekämpft. Riesige Rauchschwaden waberten über das Naturschutzgebiet Hankley Common und veranlassten die Bewohner, ihre Türen und Fenster geschlossen zu halten.
Auch in London gab es mehrere Buschbrände, unter anderem in Hayes und Thamesmead. Nach Angaben des Senders Sky News sind rund 100 Feuerwehrleute in der Nähe von Epping Forest im Nordosten Londons im Einsatz.
Historische Hitzewelle
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In verschiedenen Bundesstaaten sind bereits Menschen gestorben. Allein in Portugal hat die Hitze bisher mehr als 1.000 Todesopfer gefordert. Bis zum 18. Juli seien 1.063 Menschen an den Folgen der Hitzewelle gestorben, sagte der Leiter der Gesundheitsbehörde, Graca Freitas.
Die Lage in Großbritannien war am Dienstag dramatisch. In Coningsby in der ostenglischen Grafschaft Lincolnshire wurden 40,3 Grad gemessen, meldete das Met Office – ein britischer Rekord. Auch in England gab es mehrere Brände.
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