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Erstellt: 11.06.2022 Aktualisiert: 11.06.2022 19:38
Aus: Sarah Hanke, Marcus Haneken, Frank Osievac, Daniel Grossert, Simon Stock
Trennung
Eine Messerattacke an der HSHL Hochschule in Hamm mit vier Verletzten. Eine Frau kämpft gegen den Tod. Der Täter wurde gefasst. Er leidet unter Wahnvorstellungen.
- An der Hochschule Ham-Lipstadt (HSHL) kam es zu einer Messerattacke.
- Am Freitag (10. Juni) wurden vier Personen verletzt; Eine Frau schwebt in Lebensgefahr.
- Der Täter (34) wurde von Schülern angehalten. Er litt unter Wahnvorstellungen.
Update vom 11. Juni, 16.22 Uhr: Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft Dortmund haben sich bei einer Pressekonferenz zum Messerangriff der HSHL geäußert (Video verfügbar). Laut Polizei und Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem 34-jährigen Täter um einen Psychologiestudenten, der unter Massenwahn leidet und sich verfolgt, überwacht und bedroht fühlt. Zwei Tage vor den HSHL-Krawallen versuchte er offenbar, Selbstmord zu begehen. Nach einem freiwilligen Aufenthalt in einer psychiatrischen Einrichtung wurde er am Freitag entlassen, weil er sich von Pflegekräften bedroht fühlte, zwei Küchenmesser gekauft und auf dem Uni-Campus versehentlich auf insgesamt vier Opfer eingestochen hatte.
Name Hochschule Ham-Lipstadt Kürzel HSHL Anzahl Studierende 5.600 (2021)
Messerattacke der HSHL in Hamm: Ermittler sprechen von einer Wahnsinnstat
Er stach einem 22-Jährigen in der Lobby achtmal in den Bauch, bevor er in den Hörsaal eindrang und auf einen 30-jährigen Essener Lehrer mit Zweitwohnsitz in Ham einstach. Dann überwältigten ihn mehrere Schüler. Der 30-Jährige schwebt in Lebensgefahr. Ihre Überlebenschancen sind nicht gut. Die anderen jungen Opfer, zwei 22-jährige Frauen und ein 22-jähriger Mann aus Hamm (2) und Dortmund, sind derzeit nicht in Lebensgefahr. Eine der 22-jährigen Frauen musste sich jedoch einer Notoperation unterziehen und wurde auf der Intensivstation behandelt.
Dortmunder Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln in vier Fällen des versuchten Mordes mit gefährlicher Körperverletzung. Die Polizei bezeichnete die Messerattacke an der Hochschule Ham-Lipstadt als Empörung. Nach einem psychiatrischen Gutachten gehen die Ermittler davon aus, dass der Student für die Tat am Freitagnachmittag inkompetent oder weniger verantwortlich war.
Update 11. Juni, 13.09 Uhr: Am Montag nach der HSHL-Messerattacke finden auf dem Campus Hamm keine Lehrveranstaltungen und Prüfungen statt. „Nach den schrecklichen Ereignissen können und wollen wir den regulären Betrieb nicht einfach am Montag wieder aufnehmen, sondern kurz anhalten“, teilte die Universität am Samstag auf ihrer Homepage mit.
Messerattacke in Hamm: Keine Veranstaltungen in der HSHL am Montag
Für Studierende ist der Campus ab 10 Uhr als Ort des Austauschs und der Pause geöffnet. Vorstand, Lehrkräfte und Notseelsorger stehen für Gespräche vor Ort zur Verfügung. „Es wird auch einen Raum geben, in dem alle zu einem ruhigen Moment eingeladen werden.“ Auch die Hochschulangehörigen könnten die Möglichkeiten zum Austausch nutzen.
Nach dem Messerangriff auf die HSHL in Hamm wurde die Wohnung des mutmaßlichen Täters im Studentenwohnheim gestürmt. © Marcus Haneken/wa.de
„Die Stimmung war traurig, aber ruhig und nachdenklich“, sagte Johanna Bömken, Leiterin Kommunikation und Marketing der HSHL, am Tag nach der Tat. Vor Ort hätten die Schüler “einander emotional getröstet und unterstützt und auf Anweisungen der Einsatzkräfte gewartet”. Für die Schüler, die sich dem Täter entgegenstellten, war es eine schockierende, außergewöhnliche Situation: „Alle Betroffenen, die Zeugen der Tat wurden, waren gestern zutiefst erschüttert“, sagte Bömken.
Update 11. Juni, 9.24 Uhr: An der Hochschule Ham-Lipstadt (HSHL) herrscht am Tag nach einem möglichen Amok-Akt eine unheimliche Ruhe. Nach eigenen Angaben sind nur Mitarbeiter von Sicherheitsunternehmen vor Ort, um die Trennung außerhalb des Campus zu bewachen. Im Laufe des Tages werden Kriminalbeamte und die Mordkommission die Vor-Ort-Inspektionen fortsetzen. Die schwer verletzte Frau schwebt weiterhin in großer Gefahr. Das teilte die Staatsanwaltschaft Dortmund mit.
Großeinsatz nach Messerattacke bei HSHL in Hamm
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Weitere offizielle Informationen über den Angreifer mit einem Messer gibt es nicht. Laut WA wohnte der 34-Jährige im Studentenwohnheim auf der gegenüberliegenden Seite des HSHL-Flügels. Laut Bild stürmten schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei in der Nacht zum Freitag in das Wohnheim und durchsuchten eine Wohnung.
Am Tag nach der HSHL-Messerattacke in Hamm herrschte ominöse Stille am Tatort. Die Polizei ist mit Gewalt vor Ort. © Marcus Haneken/wa.de
Update 11. Juni, 8.53 Uhr: Auch am Samstagvormittag gibt es noch keine neuen Informationen zum möglichen Amoklauf an der Hochschule Ham-Lipstadt (HSHL). Polizei und Staatsanwaltschaft wollen am Nachmittag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Ermittlungen informieren.
Ham: Messerattacke der HSHL – Verdacht auf Amok
[Erstmeldung] Hamm – Alarm- und Großeinsatz an der Hochschule Ham-Lipstadt (HSHL): Dort hat ein 34-jähriger Mann am Freitag (10. Juni) gegen 15.30 Uhr in einem Hörsaal mehrere Personen mit einem Messer angegriffen und angegriffen vier Menschen verletzt. Eines der Opfer, eine Frau, schwebt in Lebensgefahr. Der mutmaßliche Täter wurde von Schülern angehalten und festgenommen. „Der Täter ist in Sicherheit“, twitterte die Polizei zu Beginn.
Polizisten aus ganz NRW waren stationiert und durchsuchten stundenlang die Universität. Laut Polizeichef Thomas Kubera besteht der Verdacht, dass es sich dabei um Wahnsinn handeln könnte. In diesem Fall ist es normal, nach anderen verdächtigen oder versteckten Objekten zu suchen. Die Betriebsmaßnahmen in dem großen Gebäudekomplex dauerten bis in die späten Abendstunden an.
Hamm: Messerattacke bei HSHL – Hinweise auf mentalen Angriff des Angreifers
Laut wa.de ist der Angreifer Student und 34 Jahre alt. Laut Staatsanwaltschaft Dortmund lebte er in einem Studentenwohnheim. Die Wohnung wurde durchsucht. Er soll am Samstag (11. Juni) von einem Psychiater untersucht werden. Es gebe Hinweise auf eine psychische Erkrankung, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Hinweise auf politische Herkunft oder Komplizen gibt es nicht.
Nach dem Messerangriff an der Hochschule Ham-Lipstadt waren Spezialkräfte der Polizei stationiert. © Andreas Rother/wa.de
Laut Polizei floh der mutmaßliche Täter am Freitagnachmittag von unten in das HSHL-Gebäude und stach sich wahllos selbst nieder. „Es gibt keine belastbaren Hinweise auf ein Täter-Opfer-Verhältnis“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von Staatsanwaltschaft Dortmund und Polizei am späten Abend.
Der Mann rannte schließlich in den Hörsaal der HSHL, wo Studenten des vierten Semesters (Umweltmonitoring und Forensische Chemie) praktische Arbeiten präsentierten. Wie viele Schüler genau teilgenommen haben, ist nicht bekannt. Einige von ihnen schlugen auf den 34-Jährigen ein und verhinderten, dass es noch schlimmer wurde. Laut Neue Westfälische soll ein Lehrer verletzt worden sein. Die Zeitung beruft sich auf einen Augenzeugen. Dies wurde nicht bestätigt.
Hamm: Großeinsatz der Polizei in der HSHL
Wer die weiteren Opfer sind, ist nicht bekannt – klar ist, dass es sich um drei Frauen und einen Mann handelt. Vor dem Universitätsgebäude soll eine Person verletzt worden sein. Zwei Frauen wurden schwer verletzt, eine von ihnen wurde mit dem Hubschrauber in eine Klinik gebracht. Sie wurde am Abend notoperiert und befand sich laut Staatsanwaltschaft in großer Gefahr.
Polizei-Großeinsatz an der Hochschule Ham-Lipstadt (HSHL): Ein Mann hat vier Menschen mit einem Messer schwer verletzt. © Andreas Rother/wa.de
Hamm: HSHL-Messerangriff – „Du bist erschüttert“
Die Mensa sei derweil geöffnet, „um den Studierenden bestmöglich entgegenzukommen“, sagte HSHL-Rektorin Sandra Schloser. Es gibt kostenlose Getränke. Viele Pastoren sind im Dienst, um sich um Studenten zu kümmern. Castles: „Man ist erschüttert. In 15 Jahren Tätigkeit an der Universität hat sie so etwas noch nie erlebt.“ Man versucht alles dafür zu tun, dass die Opfer versorgt werden können.
Fünf Polizeiautos, drei Feuerwehrautos, vier Krankenwagen und ein Krankenwagen waren kurz nach der Alarmierung vor Ort. Ein Rettungshubschrauber des ADAC holte einen der beiden Schwerverletzten ab und brachte ihn zur Behandlung ins Krankenhaus.
Hamm: Messerattacke auf HSHL – Straße gesperrt
Die Marker Allee, die an der HSHL vorbeiführt, ist komplett gesperrt. Lokale Verkehrsteilnehmer müssen das Gebiet umfahren. Der erste Bericht erreichte die Redaktion am Freitag kurz nach dreieinhalb. Die Hochschule Ham-Lipstadt besteht seit 2009 sowohl in Ham als auch in Lipstadt.
Erst vor wenigen Tagen soll ein Mann aus Schmalenberg per WhatsApp eine Mordserie angekündigt haben. Die SEC intervenierte.
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