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In der Kölner Kneipe herrscht Karneval nach Chaos

“Musst du aufhören, wenn es am schlimmsten ist?” Mit diesen Worten gibt eine Kölner Kneipe bekannt, dass sie das Fastelovend nicht mehr veranstalten wird.

Eine “kleine Oase des Spaßes”, die dem Wahnsinn ausgesetzt ist

„Trotz enormer Unterstützung von vielen Seiten, insbesondere unserer Gäste, die sich heldenhaft in das Chaos gestürzt haben, um zu uns zu kommen, ist es einfach nicht mehr möglich, Sie, unsere Gäste, richtig in die Kneipe zu bekommen, noch können wir zurück“, hieß es.

Der Aufwand ist enorm und kann nicht mehr zurückgezahlt werden – die „kleine Oase des Glücks“ muss wegen Menschenmassen, Absperrungen, Polizei, Ordnungsamt, Dosenbier und Irrenhaus geschlossen bleiben.

In der Publikation schildert die Kneipe an der Ecke Situationen, in denen Anwohner ihre Häuser nicht mehr betreten, Kinder und ältere Menschen in Panik geraten oder jemand aus Angst seine Mitarbeiter nicht nach Hause schicken will. Ganz zu schweigen von “nackten Ärschen und Geschlechtsteilen, die urinieren, kopulieren und sich entleeren”, um zuzusehen.

„Bay Oma Kleinmann“ appelliert an die Verantwortlichen in der Stadt Köln, den Karneval künftig besser zu organisieren und für mehr Sicherheit zu sorgen. Bis dahin finden in der Gaststätte keine Faschingsfeste mehr statt: „Wir haben es geschafft, in unserer Kneipe in ganz kleinem Rahmen eine tolle Party zu feiern […] Wir machen aber nicht am Ballermann mit! Die äußeren Umstände bringen uns einfach um, sodass wir nicht arbeiten und nicht feiern können. Aber wir verlieren die Hoffnung nicht!”

Kölner Kneipenschlager: Positive Reaktionen

Trotz aller Trauer sind die Reaktionen auf Oma Kleinmans Entscheidung positiv und verständnisvoll: „Dass es so weit kommen muss, ist erschreckend und gleichzeitig absolut nachvollziehbar und konsequent. Respekt! Mögen sich viele Gastwirte solidarisieren und nachziehen“, schrieb ein Instagram-Nutzer. Ein anderer schrieb: „Danke, liebe Oma Kleinman! Hut ab vor dieser Entscheidung!“