„Plötzlich gab es am Nebentisch einen riesigen Tumult. Wir haben gehört, dass die Gäste dort nicht zahlen wollten. Dann ist alles nach draußen gerückt“, sagten Zeugen am Tatort der Kleinen Zeitung. Zwischen dem slowenischen Ehepaar, das mit seinem Baby in der Taverne aß und trank, und dem Sohn des Wirtshausbesitzers, der dort auch als Kellner arbeitete, soll es offenbar zu Meinungsverschiedenheiten gekommen sein.
Ob der Grund für den Streit die Schreie des sechs Monate alten Kleinkindes waren, die den Wirtshausbesitzer (61) so in den Wahnsinn trieben, konnte die Polizei am Donnerstag nicht bestätigen. Es wurde jedoch bestätigt, dass der Streit schließlich so weit kam, dass der Sohn die Polizei rief. Doch dann eskalierte die Situation total: Die lärmende Diskussion wurde auf die Terrasse des Restaurants und dann in die davor liegende Gasse verlegt. „Der Gast hat mich vor der Terrassentür am Hals gepackt“, sagte der Sohn der „Kleinen Zeitung“. Bei der örtlichen Kontrolle in der Nacht zum Donnerstag waren noch deutliche Druckstellen an seinem Hals zu sehen.
Um ihn zu beschützen, kam ihm offenbar sein Vater zu Hilfe. Laut Polizei war der 61-Jährige mit einem Küchenmesser mit einer 30 cm langen Klinge bewaffnet und stach dem Mann in den Bauch und verletzte die Hände des Opfers. Eine Blutspur von der Terrasse über der Treppe zur Seepromenade zeugte von der Brutalität des Angriffs am frühen Donnerstagabend. Die wegen der späteren Opfer eigentlich gesuchte Polizei nahm den Wirt schließlich fest – widerstandslos, ruhig, offenbar noch mit dem Messer in der Hand. Er wird am Freitag vernommen. Notarzt und Retter versorgten die beiden Verletzten und brachten sie in die Klinik und das Unfallkrankenhaus Klagenfurt.
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