Germany

Innenminister Feizer glaubt nicht an “wütende Bürger” wegen der Energiekrise

Der Innenminister von Deutschland Feser

“Ich glaube nicht, dass es Volksaufstände oder ähnliches geben wird”

Stand: 22:01 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Nancy Feser spricht über Angst vor „wütendem Winter“

Der Verfassungsschutz befürchtet, dass Extremisten die Energiekrise und die hohe Inflation in Deutschland für ihre Zwecke nutzen könnten. Sehen Sie sich hier ein exklusives Interview mit Innenministerin Nancy Facer an.

Nancy Feser erwartet, dass die Menschen gegen die Energiekrise protestieren. Von “wütenden Bürgern” oder Demonstrationen mit körperlicher Gewalt hält sie jedoch nichts. Außenminister Berbok warnte dagegen vor “Volksausschreitungen”.

Bundesinnenministerin Nancy Feiser (SPD) rechnet wegen der aktuellen Krisen nicht mit gewalttätigen Protesten. “Nein, ich glaube nicht, dass es Volksaufstände oder ähnliches geben wird”, sagte Feiser am Dienstagabend in Potsdam bei der Veranstaltungsreihe “RND vor Ort” des Deutschen Redaktionsnetzwerks.

„Ich denke, die Leute werden auf die Straße gehen, um zu protestieren“, sagte Feiser. Das sei bei den Corona-Maßnahmen bereits geschehen, und sie gehe davon aus, dass auch die Entwicklung der Energiepreise durch den Angriffskrieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Rolle spielen werde. “Aber ich glaube nicht an wütende Bürger”, sagte Feiser. Sie hält auch nichts von den sogenannten Gelbwesten-Protesten wie in Frankreich, zu denen auch körperliche Gewalt gehört.

Außenministerin Analena Berbock (Grüne) hatte im Juli im Gespräch mit dem RND vor “Volksausschreitungen” bei fehlender Gasversorgung gewarnt, diese Aussage dann aber relativiert und als übertrieben bezeichnet.

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Feiser forderte eine sorgfältige Überlegung, mit wem Sie protestieren. Rechtsextreme organisierten Demonstrationen, um gegen den Staat vorzugehen. „Im Zweifel sind ihnen die Corona-Maßnahmen oder die Entwicklung der Energiepreise egal.“

Nur eine kleine Minderheit sei sehr radikal und komme aus der rechten Ecke, sagte der Innenminister. „Aber man muss aufpassen, dass man nicht auf sie hereinfällt.“ Auch diese Minderheit bekommt viel Aufmerksamkeit. “Über die große schweigende Mehrheit wird immer sehr wenig berichtet.”

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