Der im Gedenken an Simon Wiesenthal ins Leben gerufene und mit jährlich 30.000 Euro dotierte Preis würdigt das zivilgesellschaftliche Engagement im Kampf gegen die Verdrängung und Verharmlosung „historischer Wahrheit“. Geehrt werden Projekte und Menschen, “die sich dafür einsetzen und ihre Stimme für die Opfer der Shoah erheben”, erklärte Sobotka.
Die Entscheidung traf das Kuratorium des Nationalfonds der Republik für Opfer des Nationalsozialismus auf Grundlage einer Vorauswahl einer unabhängigen Jury aus 284 Vorschlägen aus 31 Ländern. Nicht viele Holocaust-Überlebende können sich heute damit ehren, dass bei der Premiere der Hauptpreis von 15.000 Euro gemeinsam an vier Zeitzeugen vergeben wurde.
Zudem wurde die Zentralösterreichische Forschungsstelle für Nachkriegsjustiz (mit dem zivilgesellschaftlichen Engagementpreis für Holocaust Education) als „eine international exklusive Forschungseinrichtung ganz im Sinne von Simon Wiesenthal“ ausgezeichnet. Der Preis für zivilgesellschaftliches Engagement gegen Antisemitismus ging an das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus für „großartige ehrenamtliche Arbeit“ in Deutschland, nämlich die Dokumentation antisemitischer Vorfälle bei Demonstrationen.
„Antisemitismus ist kein Problem der Vergangenheit, er betrifft uns alle“, sagte Hannah Lessing, Generalsekretärin des Nationalfonds. „Ihr Engagement ist wichtig – gegen Antisemitismus, für Holocaust-Aufklärung“, lautet die Botschaft des Wiesenthal-Preises.
Oscar Deutsch, Obmann der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und der Israelitischen Kultusgesellschaft in Österreich, lobte das Engagement des Preises. Sie “übernehmen Verantwortung für die Zukunft, nach dem Vorbild von Wiesenthal, die Vergangenheit verwirklichen.”
Nach der wegen der Krone etwas verzögerten Preisverleihung für 2021 geht es am Donnerstag weiter: Die Nominierungen für den Simon-Wiesenthal-Preis 2022 sind ab dem 12. Mai möglich (Infos zu)
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