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Erstellt: 07.05.2022, 04:52
Aus: Magdalena von Zumbush
Trennung
Das Spiel der „beleidigten Leber“ ist kein „Staat“: Melniks Ratschlag gegen Scholz sorgt für Wirbel. Und der ukrainische Botschafter überwacht ihn weiter.
Kiew – Wolfgang Ischinger, ehemaliger Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz und ehemaliger deutscher Botschafter in den Vereinigten Staaten, forderte den ukrainischen Botschafter Andriy Melnik auf, die Dinge zu erleichtern.
Der ukrainische Botschafter Andriy Melnik nannte Bundeskanzler Olaf Scholz einen “beleidigenden schwarzen Kuchen” und spottete darüber, dass er “nicht sehr stattlich” sei. Er reagierte auf die Entscheidung der Kanzlerin, eine Reise nach Kiew abzusagen, kurz nachdem die ukrainische Regierung den Bundespräsidenten nicht eingeladen hatte: Frank-Walter Steinmeier sei bei einem Treffen verschiedener Präsidenten in Kiew nicht willkommen, weil der ukrainische Präsident Wladimir Selenskyj seinen ehemaligen Profi beschuldige. – Russlands Politik.
Nach der Beleidigung der „Leber“ gegen Scholz auf Twitter: „…stopp mal kurz“ angebracht?
„Lieber Andriy Melnik“, sagte Ischinger am Mittwochnachmittag (4. Mai) auf Twitter, „es ist besser, einen Moment innezuhalten. Sie sind hier ein akkreditierter Botschafter und riskieren, mit Ihren starken Parolen der ukrainischen Sache zu schaden. Vor Jahren habe ich Richard Grenell (ehemaliger US-Botschafter) geraten: „Erklären Sie die Politik Ihres Landes, aber versuchen Sie nicht, dem Gastland zu sagen, was es tun soll.“ Sagen Sie, was Sie tun sollen.
Auf Twitter gefragt, wo die Botschafter Grenel und Melnik vergleichbar seien, erläuterte Ischinger das Konzept des Diplomatischen Verhaltenskodex: „Als Botschafter ist man bei der Gastregierung akkreditiert und geniesst damit gewisse Privilegien, etwa diplomatische Immunität. Daraus ergeben sich aber auch gewisse Verhaltensregeln. Siehe Wiener Übereinkommen. Anders wäre es zum Beispiel, wenn Sie Journalist oder Abgeordneter wären.“
Kritik an Melnik auch von Wolfgang Kubicki: „Olaf Scholz ist kein Würstchen“
Auch FDP-Vizepräsident Wolfgang Kubicki von der FDP kritisierte Melniks Attacke: „Olaf Scholz ist kein Würstchen, er ist der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland“, verteidigte die Bundeskanzlerin laut der Deutschen Presse-Agentur die Gefühle des Kanzlers. : “Hier geht es um seinen Respekt.”
Schwarzwurst-Witz nach Zelenski-Besuch geht weiter: „Das ist ein gutes Produkt“
Nun hat der ukrainische Botschafter festgestellt, dass sich der Leberwitz wieder aufwärmen lässt: Über Steinmeiers Einladung und Spott über die deutsche Kanzlerin titelte er in der Thüringer Allgemeinen: „Schwarzer Einzelhandel ist ein gutes Produkt“, der Zeitungsbeitrag wurde durch einen ersetzt Meinung des Verkäufers. Auf Twitter verkündete er seine „100-prozentige Zustimmung“ zum Titel und verdeutlichte dies mit lachenden Emojis.
Kürzlich wurde CDU-Chef Friedrich Merz bei seinem aktuellen Besuch in der Ukraine unerwartet vom ukrainischen Präsidenten Selensky empfangen. Während des Besuchs versicherte der Oppositionsführer dem von Russland angegriffenen Land, Deutschland werde sich auch in Zukunft solidarisch zeigen: „Deutschland steht zur Ukraine und ihrem mutigen Volk“, sagte Merz. (mvz mit dpa)
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