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Ist die Stadt Wien transparent? Nur wenn es dir gefällt

Absurde Schikanen und ein jahrelanger Gerichtsstreit statt Daten preiszugeben: Die Stadtverwaltung ist nicht immer so transparent, wie Ludwig und Wiederker behaupten.

Wien. Jubelnde Botschaft aus dem Bürgermeisteramt: „Wien ist die transparenteste Gemeinde Österreichs.“ auf der Position „Koalition für Transparenz mit größtmöglicher Offenheit“.

So steht es zumindest im Koalitionsvertrag. Aber anscheinend ist Wien nur transparent, wenn es will. Dies zeigt sich in fast sechs Jahren Rechtsstreitigkeiten, in denen die Stadt erhebliche Ressourcen aufwendet, um Informationen zu verbergen, anstatt sie nur zugänglich zu machen.

Ausgangspunkt war eine Pressekonferenz am 18. Oktober 2016. Dort kündigte der damalige Bürgermeister Michael Hoepple eine Strukturreform an, mit der 100 Millionen Euro eingespart werden könnten. Häupl wollte “ohne Tabus diskutieren”, nämlich über 1.200 Vorschläge von Stadtvertretern. 740 davon wurden auf ihr Einsparpotenzial getestet und bewertet. Einige von ihnen haben die Leute dazu gebracht, sich hinzusetzen und aufzupassen, wie zum Beispiel die Zusammenlegung von Gebieten.