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Italien: Vater liest Chats von Tochter (13) – und erwischt Pädophile

Veröffentlicht6. August 2022, 21:27 Uhr

Italien: Vater liest Chats von Tochter (13) – und erwischt Pädophile

Ein Mann in Italien machte sich Sorgen, nachdem seine 13-jährige Tochter stundenlang mit ihrem Handy gechattet hatte. Als er ihre Nachrichten las, rief er die Polizei.

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In Italien half ein Mann den Behörden, einen Pädophilen zu fangen. Der Täter sprach mit der 13-jährigen Tochter des Mannes.

IMAGO/Addictive Stock

Der Vater las die Nachrichten seiner Tochter auf seinem Handy.

PantherMedia / Leung Cho Pan

Die Ermittlungen ergaben, dass das Mädchen nicht mit einem 16-Jährigen, sondern mit einem 32-Jährigen aus Mailand chattete.

Bildschirmfoto

  • Ein italienischer Vater alarmierte die Polizei, nachdem er den Chatverlauf auf dem Handy seiner Tochter entdeckt hatte.

  • Das 13-jährige Mädchen unterhielt sich mit einem angeblich 16-jährigen Teenager.

  • In Wirklichkeit war die Chatpartnerin 32 Jahre alt und stalkte ihre Nacktfotos.

Ein nachdenklicher Vater half der italienischen Polizei, einen Pädophilen zu fassen. Der Mann beobachtete, wie seine 13-jährige Tochter ununterbrochen plauderte. Neugierig überprüfte er ihre Nachrichten und las ein Gespräch, das das Mädchen mit einem angeblichen 16-Jährigen hatte. Der Vater wurde misstrauisch, als er herausfand, dass der scheinbar gutaussehende Teenager seine Tochter zu Auftritten drängte. „Schickst du mir Nacktfotos?“ und „Zieh deine Hose aus!“ waren einige der Nachrichten, die er dem 13-Jährigen schickte. Der Vater alarmierte die Behörden.

Ermittlungen der Mailänder Staatsanwaltschaft ergaben, dass sich hinter der Identität des 16-Jährigen tatsächlich ein 32-jähriger Mann aus Abbiategrasso, einem Vorort von Mailand, verbarg. Der Mann kontaktierte 24 andere Mädchen. Alle Opfer sind zwischen 12 und 16 Jahre alt. Einige von ihnen schickten dem 32-Jährigen pornografische Fotos und wurden von dem Mann erpresst.

Zuerst baute er ihr Vertrauen auf, dann bat er um Nacktfotos

Wie Corriere della Sera berichtet, gewann der Pädophile in langen Chats das Vertrauen der Mädchen, bevor er sie bat, ihm Nacktfotos zu schicken. Er kontaktierte die Opfer zunächst per Chat und sprach mit ihnen. Mit der Zeit verhielt er sich sanfter, wodurch sich die Mädchen im Teenageralter älter fühlten. Er spricht mit ihnen über ihre Unsicherheiten und behauptet, dass sie sich freier und selbstbewusster fühlen, wenn sie offen sind.

Die Tochter des Mannes, der den Pädophilen schließlich entlarvte, schickte dem Täter auch 13 persönliche Fotos. In einem anderen von der Polizei untersuchten Chat schickte ein Mädchen dem Mann rund 30 Nacktfotos. „Manipulation, Beherrschung, Befriedigung der eigenen sexuellen Lust“ lauten die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft.

Die Anklageschrift stellte den 32-jährigen Büroangestellten, der ein scheinbar normales Leben führte, unter Hausarrest. Ihm werden Besitz, Kommerzialisierung und Herstellung von Kinderpornografie sowie sexueller Missbrauch vorgeworfen. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Ermittler auf einer seiner Festplatten 20 explizite Videos und 1.152 Fotos von minderjährigen Frauen.

Sie sind minderjährig und von sexuellem Missbrauch betroffen? Oder kennen Sie ein Kind, das sexuellen Missbrauch erlebt?

Cocoon, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Jugendliche

Castagna, Beratungszentrum für sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Pro Juventute, Kinder- und Jugendberatung, Telefon 147

Sind Sie selbst Pädophiler und wollen nicht kriminell werden? Hilfe bekommen Sie von Forio und UPK Basel.

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