die Sehnsucht wecken
Es geht darum, die Sehnsucht nach nachhaltigem Wohnen und Bauen, gesunden Lebensbedingungen, klimafreundlichen Wäldern, humusreichen und trockenheitsresistenten Böden, Selbstversorgung mit erneuerbarer Energie, Biodiversität, Entspannung im eigenen Garten und jetzt auch zu entfachen und Green Jobs“, sagte Bürgermeister Martin Bruckner bei der Eröffnung der Jubiläumsmesse. Diesmal begrüßte ihn Bruckner nicht als Bürgermeister der Marktgemeinde Großchonau, sondern erstmals als Obmann des TDW-Veranstalterverbandes – angeblich übernahm er die Winteragenda von Herbert Scheginger, der die Nachfolge vom visionären Messe-Initiator Josef antrat Bruckner im Jahr 2018. In diesem Jahr feiern wir nicht nur die Rückkehr aus der Covid-bedingten Zwangspause, sondern mit zweijähriger Verspätung auch das 35-jährige Bestehen von BIOEM und das 50-jährige Bestehen von TDW.
“Es war oft schwierig, ihm zu folgen …”
Martin Bruckner sei immer ein Innovator und Vorreiter in der Region gewesen, wenn es um breiteres Denken gehe, sagte die Bundestagsabgeordnete Margit Goll. „Er hat uns mit seinen Themen angesteckt, obwohl ihm oft schwer zu folgen war, weil er so weit vorne war“, sagte sie. Heute lebe sie in einer Vorzeigeregion, auch wenn es um den Ausstieg aus dem Öl gehe: Der übliche Wechselkurs liege bei ein bis zwei Prozent, bestätigte Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Pernkopf. Im Lainsitztal sind es 30 Prozent, „weil sich Stadträte und Bürgermeister mit Handwerkern zusammengetan haben, um das Beste daraus zu machen.“ Es kommt immer auf Eigeninitiative an. Großschönau ist in vielerlei Hinsicht Vorbild, etwa als erste energieeffiziente Gemeinde „5e“ oder aktuell mit Gold beim European Village Renovation Award. „Du wurdest oft ausgelacht, viele haben die Idee noch nicht verstanden. Aber heute sagen alle, dass das der richtige Weg ist“, würdigte Pernkopf die Initiatoren: Gut und Richtig gewinnen immer.“
Bruckner: Öl und Erdgas können im Waldviertel komplett ersetzt werden
Wie leidenschaftlich Martin Bruckner bei dem Thema war, zeigte sich bei der Eröffnung, als er zum Abschluss einen Strom von Zahlen und Fakten anführte: Ob all das Holz, das im Waldviertel nachwächst – auch das, was ungenutzt bleibt, weil die Verarbeitung nicht finanziert werden kann – verarbeitet wird Mit effizienter Anlagentechnik des Forschungsinstituts Gussing und einem Wirkungsgrad von 90 bis 92 Prozent können Heizöl und Erdgas im Waldviertel komplett ersetzt werden. „Da müssen wir hin – aber nicht übermorgen!“ des Krieges.“ die Bereitschaft zum Umdenken dank wachsender Angebote und wachsendem Leid. Allerdings wird nicht einmal die Hälfte des Strombedarfs aus dem Waldviertel selbst gedeckt (10 Prozent Photovoltaik, Wind und Wasser, 0-15 Prozent Sägemehl). Für den Eigenbedarf der Region seien sechsmal so viele Photovoltaikanlagen oder zwei Windparks mit jeweils fünf Rädern nötig, „und wenn alle Autos auf E-Mobilität umgestellt werden, brauchen wir noch zwei Windparks. Die Lösung wird also vielschichtig sein müssen.“
Danke an 300 Freiwillige
Bei der Eröffnung begrüßte heuer erstmals Vizebürgermeister Martin Huckle offiziell – neben Pernkopf und Goll begrüßte er viele weitere Ehrengäste, darunter die Abgeordneten Lucas Brandweiner, Sylvia Moser und Helga Chrismer, den NÖ Militärkommandanten Martin Yavurek und Landeshauptmann Niederösterreich Christine Schneider. Anlässlich des 35. Tages dankte Huckle dem Initiator Josef Bruckner, allen Vorstandsmitgliedern über die Jahre, Mitarbeitern und rund 300 ehrenamtlichen Helfern, von denen sich viele seit Jahrzehnten für die gemeinsame Sache engagieren. – Die Bevölkerung und die etwa 30 Vereine der Marktgemeinde „sind in einer großen Familie aufgewachsen, in der sich die Menschen gegenseitig helfen und ergänzen“. Auch wenn die hochgekrempelten Ärmel in den 35er Jahren hier und da verrutschten, wurden sie nach hinten geschoben, damit die Erfolgsgeschichte weitergehen konnte.
Großes Lob für die Jugendgruppe
Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung wieder von der Jugendgruppe Großschönau – ein besonderes Wort für Landeshauptmann-Stellvertreterin Pernkopf nach ihrem Auftritt in Wieselburg vor zwei Wochen: „Ich bin mit meiner Gruppe 38 Jahre alt, aber Sie waren mit Abstand die qualitativ hochwertigste Gruppe wir haben je ist da. Du hast zu Ende gespielt, der Morgenkrug wurde zu einem Sonnenuntergang … “
Mehr zur 35. BIOEM in Großschönau hier:
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