Aktualisiert13. Juni 2022, 11:20 Uhr
Neue Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass Gewalt unter Jugendlichen in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Und die Mobber werden immer jünger.
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Die Station ist eine Anlaufstelle in Sachen Jugendkriminalität.
20 Minuten / Scout-News
Die Jugendgewalt an Schweizer Bahnhöfen hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt. (Symbolfoto)
Reto Oeschger / tamedia AG
Wären die Bahnhöfe in den vergangenen Jahren nicht modernisiert worden, wäre die Gewalt wohl noch größer gewesen.
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In Zürich werden Jugendliche, die an Bahnhöfen streiken, immer jünger. Das zeigt eine Auswertung der aktuellen Kriminalstatistik. Vor allem die 13- bis 15-Jährigen werden im Brennpunkt des Bahnhofs immer gewalttätiger. Dagegen beruhigten sich die 16- und 17-Jährigen etwas. Statistiken zeigen zudem, dass es im vergangenen Jahr in Zürich über 500 Gewaltdelikte im öffentlichen Raum mit Beteiligung von Jugendlichen gab.
In den letzten fünf Jahren hat sich die Jugendgewalt an Schweizer Sendern laut CH Media Zeitungen (bezahlter Artikel) verdoppelt. Anderswo ist die Kriminalität geringer, etwa 30 Prozent mehr.
An gut gewarteten Bahnhöfen gibt es weniger Gewalt
Aber warum genau gehst du so oft auf Stationen? Jugendanwalt From Müller sagt gegenüber CH Media: «Viele junge Leute haben ein besonderes Hobby und das ist rumhängen.» Ein weiterer Faktor, den der Jugendanwalt beobachtet, ist eine gewisse „erzieherische Erschöpfung“ der Eltern, auch wegen der Corona-Pandemie. „Eltern freuen sich einfach, wenn junge Leute rausgehen und hoffen, dass nichts passiert.“ Es gebe zu wenig Einschränkungen, man greife nicht ein, wenn das Kind noch spät abends am Bahnhof rumhänge, sagt Ab Müller.
So wird der Bahnhof zum Treffpunkt, man hält sich dort auf und sucht Action. Es sollte jedoch betont werden, dass weniger als ein Prozent der Jugendlichen als gewalttätig gemeldet wird. Bahnhöfe in der ganzen Schweiz wurden in den letzten Jahren modernisiert. Sie sind heller und sauberer als zuvor. Sicherheitsbeamte patrouillieren fast 24 Stunden am Tag. Je trostloser ein Ort ist, desto höher ist die Kriminalitätsrate, glaubt der Jugendanwalt. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. „Wenn die Sender nicht modernisiert worden wären, wäre die Gewalt unter Jugendlichen wahrscheinlich noch größer gewesen“, sagte Müller.
Wie die diesjährigen Statistiken zeigen, kann leicht Optimismus aufkommen. Bisher zeigen die registrierten Strafanzeigen keinen Anstieg der Jugendkriminalität. Damit ist möglicherweise der Höhepunkt der Jugendgewaltwelle erreicht.
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