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Kämpfer-Deal: Geheimes Dokument bringt Amherd in Schwierigkeiten

Neue Details zum Kampfjet-Deal

Das Geheimdokument bringt Amherd in Schwierigkeiten

Ein Geheimdokument wirft neues Licht auf die Kampfjet-Entscheidung. Dies lässt den Verdacht aufkommen, dass Verteidigungsministerin Viola Amherd nicht ganz ehrlich war.

Gepostet: 13:57 Uhr

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Aktualisiert: vor 13 Minuten

Ein Jahr nach der Entscheidung über den neuen Kampfflugzeugtyp sieht sich Verteidigungsministerin Viola Amherd (60) plötzlich in einem schlechten Licht. Schon Wochen vor dem Entscheid war klar, dass der Bundesrat die F-35 wählen würde. Das amerikanische Stealth-Flugzeug sei nicht nur das beste, sondern auch das billigste von vier Angeboten, wirbt Amherd bei jeder Gelegenheit.

Das löste vor allem in Frankreich, das in der Schweiz für den Rafale-Jet geworben hatte, Empörung aus. Schliesslich bat der Bundesrat kurz vor seinem Entscheid erneut um politische Gegengeschäfte von Paris – obwohl die Würfel längst gefallen waren. Frankreich fühlte sich betrogen.

Amherd wollte nichts wissen

Aber Amherd und ihre VBS-Verteidigungsabteilung wollten mit solchen Verhandlungen nichts zu tun haben. „Wenn solche Dinge passierten, geschah dies ohne Wissen des Abteilungsleiters und der ODZP“, sagte die Abteilung in einer Erklärung. Amherd warf Finanzminister Weli Maurer (71) und Aussenminister Ignazio Cassis (61) vor, hinter ihrem Rücken zu arbeiten.

Die Ermittlungen von Radio SRF zu Amherds Äusserungen sind jedoch inzwischen ins Wanken geraten. Sie wollen zeigen, dass sich der Bundesrat eine Woche vor dem Typentscheid vom schwächeren Lieferanten Frankreich seine Bereitschaft zu Gegengeschäften bestätigen ließ, falls die Schweiz den französischen Kampfjet Rafale kaufen sollte. Die Regierung bestellte den als geheim erklärten Brief bei Finanzminister Maurer. Er muss sich mit seinem französischen Kollegen Bruno Le Maire (53) verbünden. Ebenfalls an der Entscheidung beteiligt: ​​Viola Amherd.

Paris ist wütend – VBS schweigt

Frankreich gab die Zusage – mit zwei Zusagen: Einerseits war Paris bereit, einen grösseren Anteil der Steuereinnahmen aus den Löhnen der Grenzgänger an acht Schweizer Kantone abzugeben. Das würde über zehn Jahre rund 3,5 Milliarden Franken einbringen. Zweitens versicherte Le Maire, dass Frankreich die Schweiz künftig in allen europäischen politischen Dossiers unterstützen werde. Das SRF stützt sich auf vier unabhängige Quellen.

Doch der Bundesrat hielt am F-35 fest. Paris reagierte abweisend und brach alle hochrangigen diplomatischen Beziehungen zur Schweiz ab. Die Differenzen zwischen Bern und Paris dauern bis heute an. Das habe auch etwas mit späteren Äußerungen von Amherds VBS zu tun, berichtet SRF.

Das VBS will sich zu dieser Kontroverse nicht äussern: «Da die Sitzungen des Bundesrates vertraulich sind, können wir Ihre Fragen nicht kommentieren», sagte Kommunikationschef Renato Kalbermatten. Ansonsten bleiben Sie bei den vorherigen Aussagen. (db)