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Kärnten und Niederösterreich: Fünf Tote nach Unwetter

In der Steiermark wurden viele Schäden an Stromleitungen gemeldet. Inzwischen waren rund 75.000 Haushalte ohne Strom. Abends sind laut Energie Steiermark Netze rund ein Viertel aller Trafostationen in der Steiermark außer Betrieb. Laut Urs Harnick-Lauris, Pressesprecher der Energie Steiermark, seien alle Einsatzkräfte aufgeboten und sogar die Monteure aus dem Urlaub in Betrieb genommen worden. Neben den Niederspannungsleitungen war auch eine Hochspannungsleitung betroffen: In Fisching bei Zeltweg wurde ein Strommast einer 220-kV-Leitung zwischen den Umspannwerken Obersielach und Hessenberg beschädigt.

Die Schadenshöhe ist enorm

„Das Ausmaß der Schäden ist enorm“, sagte Harnik-Lauris im Gespräch mit der APA. In den letzten zehn Jahren gab es keine solchen Schäden – vor allem in einem so großen Raum. Die Größenordnung ist mit dem Sturm „Paula“ im Jahr 2008 zu vergleichen. Der Sturm traf auch die MotoGP in Spielberg. Viele Zelte wurden möglicherweise von den Windböen zerstört oder sogar weggeweht. Die Camper seien mit einem „blauen Auge“ davongekommen, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Ervin Grangle.

Die ZAMG meldete der APA Windspitzen von über 100 Stundenkilometern in den betroffenen Gebieten. Für heute würde generell eine Gewitterwarnung gelten. „Aber die Gewitter haben sich entfernt“, sagte der Meteorologe. Von St.. Andrä im Lavanttal meldete die ZAMG eine Höchstgeschwindigkeit von 103 km/h, möglicherweise wurden aber noch höhere Werte verzeichnet. Am Nachmittag zog das Unwetter von Kärnten in die Steiermark, wo bei Neumarkt Sturmböen von 139 Stundenkilometern registriert wurden. In Sankt Pölten wurde das Musikfestival Frequency aus Sicherheitsgründen unterbrochen und später wieder aufgenommen.