Stand: 13.08.2022 16:24
Mehr Engagement für den Klimaschutz – das fordern seit Tagen Aktivisten beim Klimacamp im Hamburger Volkspark. Hunderte Menschen gingen am Samstag zu Demonstrationen auf die Straße. Aber es gab auch Blockaden.
Während der Blockade der Kattwyk-Brücke kam es zu Zusammenstößen zwischen Aktivisten und der Polizei. Die Beamten setzten Pfefferspray, Schlagstöcke und Wasserwerfer ein und verletzten mehrere Menschen.
Zuvor blockierten etwa 30 Aktivisten beide Fahrspuren der Köhlbrandbrücke, indem sie ihre Hände in die umgestürzte und ausgebeulte Badewanne steckten. Die Polizei kam mit schwerem Gerät und versuchte, die Wanne aufzuschneiden und die abgeklebten Hände zu befreien.
AUDIO: Klimaproteste: Blockaden in Hamburg (1 Min.)
Zuvor blockierten mehrere hundert Demonstranten die Gleisanlagen der Hamburger Hafenbehörde im Stadtteil Hausbruch. Laut Polizei kletterten die Teilnehmer bei einer Demonstration plötzlich auf eine Böschung und setzten sich auf die Strecke. Wie die Organisation „Ende Gelände“ berichtet, wollte man „die einzige Schienenverbindung von und zu den Containerterminals im Hamburger Hafen“ lahmlegen.
Von der zentralen Kundgebung bis zu anderen Demonstrationen
Bei einem angemeldeten Protestzug am Morgen zogen Hunderte Demonstranten vom Volkspark in die Innenstadt. Eigentlich wollten sie in die Elbphiharmonie in der Hafencity ziehen. Nach einer zwischenzeitlichen Kundgebung am Altonaer Bahnhof gingen jedoch Hunderte Menschen zu weiteren Demonstrationen. In anderen Gebieten im Süden Hamburgs, zum Beispiel in Heimfeld und Wilhelmsburg, gingen später neue Lifte mit jeweils mehreren hundert Teilnehmern an den Start.
Videoclips
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Demonstranten ziehen vom Volkspark zur Elbphilharmonie. Dort ist am Mittag eine Kundgebung geplant. 1 Minute
Ein Aufruf zu mehr Klimagerechtigkeit
Aktivisten sorgen sich um Klimagerechtigkeit. Sie kritisieren zum Beispiel, dass die großen Öl- und Gaskonzerne von der Krise profitieren. „Während steigende Preise für fossile Brennstoffe und die Inflation viele Menschen von Armut bedroht machen, macht die Öl- und Gasindustrie Milliarden“, sagte ein Sprecher der Organisation Ende Gelände am Morgen.
Große Klimademonstration auch am Mittwoch
Bereits am Mittwoch haben 1.500 Klimaaktivisten in Hamburg für mehr Klimagerechtigkeit und gegen die von der Bundesregierung geplanten Flüssigerdgas-Terminals protestiert. Einige Teilnehmer zündeten Topf mit Rauch an, ansonsten war es laut Polizei, die auch diese Demo mit einem Großaufgebot begleitete, ruhig.
Das Konditionierungslager findet ab dem 9. August statt und dauert bis Montag. Es ist eine Aktionswoche zwischen linken und politischen Klimagruppen.
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Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90.3 Aktuell | 13.08.2022 | 15:00
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