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Kommentar zur Katholischen Kirche: Moralischer Bankrott

Als der ehemalige Weihbischof Rainer Maria Woelki vor ziemlich genau acht Jahren nach einem kurzen Besuch in Berlin als Erzbischof nach Köln zurückkehrte, galt er vielen Geistlichen, die ihn als treuen Eckart des Kölner Kardinals Joachim Meissner gesehen hatten, als gute Wahl. Wie seine damaligen Weggefährten sagten, trat Woelki aus dem Schatten seines Mentors in Berlin, wurde ein freierer Mensch und offen für gute Ratschläge.

Unterdessen liegen die Erwartungen rund um die Wahl des Domkapitels in Trümmern. Schlimmer noch: Meissner mag zwar ein Despot gewesen sein („Brüder im Nebel“ tauchte erst nach seinem Tod auf), aber er war seinen Priestern stets zur Verfügung und in seinen Umgangsformen recht zuverlässig.

Die Folgeschäden nehmen mit jedem Tag zu

Heute sind die Beziehungen zwischen dem Klerus und dem Kardinal so zerrüttet, dass einige eine Rückkehr zu den Meissner-Jahren wünschen. Denn ein halbes Jahr nach der Rückkehr von der „Auszeit“, die Papst Völki anvertraut war, wandelte sich der Verdacht zur Gewissheit, dass sich nichts geändert hatte.

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Der “moralische Bankrott”, von dem drei Stadtdekane sprechen, ist längst eingetreten. Die Folgeschäden nehmen mit jedem Tag zu.

Aber Francis hält alle auf, als wäre die Zerstörung einer der größten und wichtigsten Diözesen der Welt nichts anderes als Vogelscheiße auf seinem makellos weißen Gewand.