Auf einer Fahrradtour mit einem Freund
„König der Panettone“ (†56), vom Blitz getroffen – tot
Zwei Biker wurden am Freitag in den italienischen Alpen vom Blitz getroffen. Beide starben auf der Stelle. Einer von ihnen war Alberto Balocco, ein berühmter Süßwarenunternehmer.
1/5
Der Unfall ereignete sich in der Straße “Asseta”. Laut Simone Bobbio von Alpine Rescue ist man dort „Gefahren ausgesetzt“.
Am Freitagnachmittag fuhr ein Autofahrer in den italienischen Bergen in der Nähe der Stadt Turin, als er auf scheinbar zwei Leichen stieß. Der Mann rief sofort den örtlichen Rettungsdienst an. Sie kamen per Helikopter am Einsatzort in der „Asseta“-Straße an, fanden dort aber trotz Wiederbelebungsmaßnahmen nur den Tod der beiden Männer vor.
Wie die zuständigen Beamten später herausfanden, handelte es sich bei den Toten um Alberto Balocco (†56) und seinen Freund Davide Vigo (†55). Laut “L’Unione Sarda” wurden beide vom Blitz getroffen und dabei getötet. Balocco war Eigentümer und Geschäftsführer des Süßwarenunternehmens Balocco, das vor allem für die Herstellung von Panettone bekannt ist.
Von einem Gewitter überrascht
Das Familienunternehmen beschäftigt rund 500 Mitarbeitende und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 190 Millionen Schweizer Franken. Es wurde 1927 als kleine Konditorei von Albertos Großvater gegründet. Unter der Leitung von Alberto Aldos Vater, der als Erfinder des weltberühmten Mandorlato Panettone gilt, wuchs die Konditorei zu einem Unternehmen heran.
Alberto Balocco und sein Freund Davide Vigo waren mit elektrischen Mountainbikes in den Bergen unterwegs. Wahrscheinlich wurden sie von dem plötzlichen Gewitter überrascht. Die beiden waren seit ihrer Kindheit befreundet und gingen Berichten zufolge oft zusammen in die Berge.
„Du bist da oben in Gefahr“
Der tödliche Unfall ereignete sich auf einer Höhe von 2381 Metern in der Nähe des Col Blegier, berichtet die Zeitung “La Stampa”. Simone Bobbio von der Alpinen Rettung erklärt: „Dort oben ist man Gefahren ausgesetzt. Es gibt keine Schuppen oder hohe Bäume, an denen sich ein Blitzstrom ableiten könnte.»
Auch Mauro Maurino, stellvertretender Bürgermeister von Pragelato, kommentierte den Vorfall: „Wir kennen den Ort gut. Es zieht Tausende von Touristen an. Aber so einen schweren Vorfall hat es noch nie gegeben.“ Demnach seien bisher nur Tiere in den Alpen vom Blitz getroffen worden. (obf)
Add Comment