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Kopfschmerzen: Hilft Pfefferminzöl, wenn der Kopf schlägt oder drückt?

Gesundheitstipps geprüft. Pfefferminzöl soll Kopfschmerzen lindern – oder?

Jeder, der schon einmal Kopfschmerzen hatte, weiß, wie unangenehm es sein kann, sich den Kopf zu schlagen, zu stoßen oder zu schlagen.

© Katerina Onishchuk / Getty Images

11.06.2022, 18:23 2 Minuten Lesezeit

Kopfschmerzen bleiben kaum einem erspart. Neben frischer Luft oder viel Flüssigkeit ist Pfefferminzöl auch ein beliebtes Hausmittel gegen Kopfschmerzen. Wir erklären, was ätherisches Öl bewirken kann.

Es pulsiert, klopft, dröhnt oder drückt – fast 40 Prozent der älteren Deutschen leiden mehrmals im Monat unter Kopfschmerzen. Experten unterscheiden sogar über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Nicht jeder möchte ein Schmerzmittel nehmen, sobald der Kopf wieder schmerzt. Auch Hausmittel wie ein nasses Handtuch auf der Stirn oder Pfefferminzöl versprechen Linderung. Aber hilft ätherisches Öl wirklich bei Kopfschmerzen?

Pfefferminzöl wird aus den Blättern der Minzpflanze durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Das ätherische Öl besteht hauptsächlich aus Menthol und Menthol. Menthol verleiht Minze einen typischen Geruch. Die grüne Pflanze wird als Hausmittel bei verschiedenen Krankheiten eingesetzt. Das ätherische Öl kann auch den Schmerz von Spannungskopfschmerzen lindern. Dies ist die häufigste Form von Kopfschmerzen. Sie sind durch dumpfe, deprimierende Schmerzen gekennzeichnet. Sie treffen sich auf beiden Seiten – meist an Stirn oder Nacken. Die Kopfschmerzen können in einer halben Stunde verschwinden oder sogar bis zu einer Woche anhalten.

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Pfefferminzöl ist wirksam bei der Linderung von Kopfschmerzen

Der Schmerzforscher Hartmut Goebel untersucht seit Mitte der 1990er Jahre die Wirkung von Pfefferminzöl bei Spannungskopfschmerzen. Er fand heraus, dass eine 10-prozentige Lösung aus Minze und Alkohol bei der Schmerzlinderung genauso wirksam war wie 1.000 Milligramm herkömmlicher Schmerzmittel. In der Studie wurde Pfefferminzöl großflächig auf Stirn und Schläfen aufgetragen. Die Testpersonen erhielten zweimal Pfefferminzöl im Abstand von 15 Minuten. Nach nur 15 Minuten linderte das ätherische Öl die Kopfschmerzen.

Auf die Haut aufgetragen, kann Pfefferminzöl Kopfschmerzen lindern, da angenommen wird, dass die Inhaltsstoffe kälteempfindliche Nerven in der Haut stimulieren und einen kühlenden Effekt auslösen, so die Europäische Arzneimittelagentur. Wer Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen anwenden möchte, sollte es nie unverdünnt auf die Haut auftragen – sonst kann es zu Hautirritationen kommen. Das verdünnte Öl kann direkt auf die schmerzenden Stellen, Hals, Schläfen und Stirn aufgetragen werden. Achtung: Es darf nicht in die Augen gelangen! Auch bei Säuglingen und Kleinkindern sollte Pfefferminzöl nicht angewendet werden, da das enthaltene Menthol bei Kontakt mit Mund oder Nase Atemnot verursachen kann.

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Treten die Kopfschmerzen häufig auf oder sind die Schmerzen sehr stark, sollte das Problem mit einem Arzt abgeklärt werden. Kopfschmerzen können viele Ursachen haben, wie zum Beispiel unregelmäßiger Schlaf, Stress, Flüssigkeitsmangel oder hormonelle Schwankungen im weiblichen Zyklus. Sie können auch ein Symptom von Viruserkrankungen wie Grippe oder Erkältung sein.

Quellen: Studie 1996, Europäische Arzneimittelagentur, Statista, Universitätsklinikum Essen, Apotheken Umschau, Techniker Krankenkasse

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