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++ Krieg in der Ukraine: Explosionen und Fliegeralarm in Kiew

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Erstellt: 26.06.2022, 11:30 Uhr

Aus: Tobias Utz, Moritz Serif, Sarah Neumeier

Trennung

Russische Truppen erobern Sewerodonezk. Litauen wehrt sich gegen Drohungen aus dem Kreml: Nachrichten vom Krieg in der Ukraine am Sonntag, 26.

  • Luftalarm in der ukrainischen Hauptstadt: Explosionen in Kiew
  • Eroberte Stadt: Severodonetsk, von Russland kontrolliert
  • Konflikt in der Ukraine: Diese Nachrichten über den Krieg in der Ukraine werden ständig von unseren Redakteuren aktualisiert. Einige der Informationen stammen von rivalisierenden Fraktionen und können nicht direkt unabhängig überprüft werden.

+++ 10.45 Uhr: Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu ist offenbar überraschend in die Ukraine gereist. Das teilte sein Ministerium in Moskau mit. Der genaue Standort wurde jedoch nicht genannt. Ob Schoigu tatsächlich vorhanden ist, lässt sich nicht unabhängig überprüfen. Das Verteidigungsministerium veröffentlichte jedoch ein Video, das Shoigu in dunkelgrüner Militärkleidung zeigt, wie er aus einem Flugzeug steigt und mit dem Militär spricht. Der Minister inspizierte die Situation und „hörte Berichte von Kommandanten über die aktuelle Lage und die Aktionen der russischen Streitkräfte in den Haupteinsatzgebieten“, heißt es in einer Erklärung aus Moskau.

Krieg in der Ukraine in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

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+++ 10.00 Uhr: In Kiew laufen Rettungsaktionen nach Raketenangriffen der russischen Armee auf die Innenstadt. Nach Angaben von Bürgermeister Klitschko wurden mehrere Menschen unter den Trümmern eines Hochhauses begraben. Das Exilmedium Nexta hat bereits Videos veröffentlicht, die eine der Rettungsaktionen zeigen sollen.

In Kiew sind im Stadtzentrum Rettungsaktionen im Gange. (Screenshot) © Twitter / Nexta

Es zeigt Retter, die vermutlich eine Frau aus den Trümmern retten. Dem Bericht zufolge wurde die Tochter der Frau vor dem Transport verletzt. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

+++ 09.15 Uhr: Das russische Militär hat am Samstag bekannt gegeben, dass die Stadt Sewerodonezk im Donbass vollständig eingenommen wurde. Großbritannien wertet dies als „bedeutenden Erfolg“. Insbesondere der Standort der Stadt ist aus strategischer Sicht wertvoll. Severodonetsk, ein wichtiges Industriezentrum, liegt am Fluss Seversky Donets, so das Verteidigungsministerium in seinem Lagebericht. „Dies ist jedoch nur eines von mehreren ehrgeizigen Zielen, die Russland erreichen muss, um die gesamte Donbass-Region zu besetzen“, sagte das Ministerium. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

+++ 8.30 Uhr: Russische Raketenangriffe haben nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko am Sonntagmorgen ein neunstöckiges Wohnhaus in der Innenstadt getroffen. Der Rettungsdienst ist bereits im Einsatz, mehrere Personen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Klitschko betonte jedoch, dass viele Menschen unter den Trümmern eingeschlossen seien. Seine Behauptungen unterliegen keiner unabhängigen Prüfung.

+++ 7.30 Uhr: Neue Details zu den Raketenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew werden öffentlich. Laut einem Nexta-Medienbericht erhielt Bürgermeister Vitali Klitschko insgesamt vier Raketenangriffe. Der Abgeordnete Alexej Gontscharenko hingegen sagte, die Russen hätten 14 Raketen auf Kiew und die Region abgefeuert. Der Gouverneur des Gebiets Kiew, Alexei Kuleba, gab ebenfalls bekannt, dass das Luftverteidigungssystem des Gebiets Kiew am frühen Sonntagmorgen eine russische Rakete abgeschossen hat. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

+++ 6.45 Uhr: Die russische Nachrichtenagentur Tass meldet, dass die Evakuierung einer Chemiefabrik in Sewerodonezk wegen ukrainischen Beschusses ausgesetzt wurde. Die Agentur stützt sich auf die lokale Polizei in der Stadt, die wenige Stunden zuvor von russischen Truppen eingenommen wurde. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden. Das ukrainische Militär teilte am Samstag mit, dass russische Luftstreitkräfte die Stadt angreifen – trotz Menschen, die sich in einer Stickstoffanlage eingegraben haben. Laut einem hochrangigen Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind auch nach dem Abzug der ukrainischen Truppen aus Sewerodonezk immer noch Spezialeinheiten in der Stadt, die Artilleriefeuer auf russische Truppen richten.

Militärnachrichten in der Ukraine: Explosionen in Kiew

+++ 6.00 Uhr: Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am Sonntagmorgen von mehreren Explosionen erschüttert worden. Laut AFP wurde ein Wohnkomplex in der Innenstadt getroffen und ein Feuer brach aus. Angaben zu möglichen Opfern gab es zunächst nicht. Laut dem Nachrichtenportal Kyiv Independent wurde gegen 5:47 Uhr der Fliegeralarm in Kiew ausgelöst.

Die ukrainische Hauptstadt war in den vergangenen Wochen kaum Ziel russischer Angriffe, das russische Militär konzentriert seine Angriffe derzeit vor allem auf den Osten des Landes. Kiew wurde zuletzt Anfang Juni beschossen. Während die ukrainische Seite von beschädigter Eisenbahninfrastruktur sprach, kündigte Moskau die gezielte Zerstörung frisch aus dem Ausland gelieferter Panzer an.

Krieg in der Ukraine: Litauen äußert sich zur Blockade von Kaliningrad – Russland dominiert Sewerodonezk

Update vom Sonntag, 26. Juni, 00.00 Uhr: Der litauische Präsident hat sich im Streit um den Transit in die Exklave Kaliningrad zwischen Russland und Litauen zu Wort gemeldet. In einer Erklärung betonte er, dass Litauen keine Zugeständnisse beim Transit russischer Waren durch das benachbarte Kaliningrad machen werde. „Litauen muss und wird die Kontrolle über die durch sein Hoheitsgebiet transportierten Waren behalten“, betonte Gitanas Nauseda am Samstagabend. Zuvor gab es erneute Drohungen aus Russland.

Nachrichten vom Krieg in der Ukraine: Russland kontrolliert Sewerodonezk

+++ 20.45 Uhr: Sewerodonezker Bürgermeister Alexander Stryuk spricht, nachdem Russland die Kontrolle über die Stadt übernommen hat. „Sie versuchen, ihre eigene Ordnung zu etablieren. “Soweit ich weiß, haben sie einen Kommandanten ernannt”, sagte er im ukrainischen Fernsehen. Für Russland ist die Region Luhansk strategisch besonders wichtig, um den gesamten Donbass, einschließlich der Region Donezk, zu erobern.

+++ 19.13 Uhr: Russland hat Sewerodonezk, eine Stadt im Verwaltungsbezirk Lugansk, übernommen. Das teilte der Chef der Militärverwaltung Alexander Struck mit.

Krieg in der Ukraine: Russland beschädigt Atomreaktor in Charkow

+++ 17.43 Uhr: Russland beschädigt Atomreaktor in Charkow. Auch das Institut für Physik und Technologie ist von den Schäden betroffen, berichtet der Kyiv Independent. Wie kritisch die Schäden am Atomkraftwerk sind, ist noch unklar.

+++ 15.05 Uhr: Laut Kyiv Independent haben russische Hubschrauber Raketen auf die ukrainische Verwaltungseinheit der Region Sumy abgefeuert. Die Region Sumy ist eine der 25 Verwaltungseinheiten im Nordosten der Ukraine, unweit der Grenze zu Russland.

+++ 13.45 Uhr: Die USA haben vor wenigen Tagen ein Raketensystem an die Ukraine geliefert. Offenbar sind bereits erste Erfolge zu verzeichnen. Mehrere russische Militärbasen seien beschossen worden, hieß es am Samstagnachmittag. Dies teilte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte Valery Zalushny im Telegramm mit. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

Russische Verluste im Krieg in der Ukraine: Neue Zahlen sind bekannt

+++ 13.00 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat heute neue Daten zu den Verlusten von russischer Seite veröffentlicht. Laut Statistik hat die Armee bereits 34.700 Soldaten verloren.

+++ 12.00 Uhr: Die russische Luftwaffe greift derzeit offenbar das Chemiewerk Asot in Sewerodonezk an. Etwa 500 Zivilisten sind noch in der Fabrik. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Kyiv Independent sagte Gouverneur Sergei Haidai, dass sowohl Artillerie- als auch Luftangriffe die Stadt treffen würden. Die Angaben sind nicht verifizierbar.

Nachrichten vom Krieg in der Ukraine: Offenbar russische Raketenangriffe aus Weißrussland

+++ 11.00 Uhr: Nach Einschätzung des ukrainischen Generalstabs beschießt Russland ukrainische Städte von Weißrussland aus. Insbesondere die Städte Schitomir und Tschernigow stünden im Fokus, hieß es. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

+++ 10.15 Uhr: Der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, befragt die Grenze zu Litauen. Er bezog sich auf die Beschränkung des Transits in die russische Exklave Kaliningrad. “Litauen stellt im Prinzip seine eigenen Grenzen in Frage”, sagte Rogosin im russischen Staatsfernsehen. Bislang erkennt Russland nur Litauens Grenzen an, weil der Transit nach Kaliningrad funktionierte: „Litauen hat sich nicht nur in die Beine, sondern auch in den Kopf geschossen.“

+++ 09.30 Uhr: Im Lagebericht vom Samstagmorgen geht das britische Verteidigungsministerium unter anderem auf die Lage um die Stadt Sewerodonezk ein. Nachdem die Stadt weitgehend von russischen Truppen eingenommen wurde, hat die ukrainische Armee wohl eine neue Verteidigungsstrategie in Auftrag gegeben. Russland mache „schleichende Fortschritte“ vor Ort. Dem Bericht zufolge hat das russische Militär seit Kriegsbeginn viele hochrangige Generäle aus der Ukraine abgezogen. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

Nachrichten aus dem Krieg in der Ukraine: Bei einem Raketenangriff verwundet

+++ 8.30 Uhr: Bei einem Raketenangriff der russischen Armee auf eine Militäranlage in Javoriw (Westukraine) gibt es offenbar vier Verletzte. Dies erklärte der Gouverneur der Region Lemberg, Maxim Kosizski, in einer Videoansprache. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

Nachrichten vom Krieg in der Ukraine: Russischer Abgeordneter droht …