Langes Sitzen scheint das Schlaganfallrisiko zu erhöhen: Menschen, die jeden Tag viel sitzen, erkranken um 44 Prozent häufiger. Aber auch ein paar Minuten Bewegung mit mäßiger bis hoher Intensität können das Risiko deutlich reduzieren.
Langes Sitzen ist ungesund, das ist hinlänglich bekannt. Eine neue Studie zeigt, dass dies auch ein Risikofaktor für einen Schlaganfall ist. Forscher haben etwa 7.600 US-Bürger im Durchschnitt sieben Jahre lang verfolgt. In dieser Zeit traten 286 Schlaganfälle auf, die am häufigsten Menschen mit wenig Bewegung betrafen. Für den Dritten mit der geringsten Bewegung reduzierte leichte körperliche Aktivität das Schlaganfallrisiko um 26 Prozent und moderate bis intensive Aktivität um 43 Prozent. Andererseits erhöht langes Sitzen das Schlaganfallrisiko um durchschnittlich 44 Prozent. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal „JAMA Network Open“ veröffentlicht.
Ausdauertraining scheint nicht nötig zu sein, um das Risiko zu senken: Bereits ein bis neun Minuten mäßiger bis intensiver körperlicher Aktivität sind mit einem um 38 Prozent geringeren Schlaganfallrisiko verbunden. Länger als 10 Minuten aktiv zu sein, bringt nicht mehr Vorteile.
Insgesamt stellten die Forscher fest, dass das Risiko mit der täglichen Menge des Sitzens zunahm: Es stieg um 14 Prozent für jede Stunde des Sitzens und verringerte sich um 14 Prozent für jede Stunde leichter Bewegung. Die Forscher schlossen aus den Ergebnissen, dass der Einbau von kurzen Bewegungseinheiten in den Alltag ausreicht, um das Schlaganfallrisiko deutlich zu senken.
Quelle: DOI 10.1001 / jamanetworkopen.2022.15934
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