Ralph Rangnik hat als neuer Chef der österreichischen Nationalmannschaft einen Traumstart hingelegt. Der langjährige Bundesliga-Trainer coachte den Weltranglisten-34. bei seinem Debüt zum denkwürdigen 3:0 (1:0)-Sieg zum Auftakt der Nations League gegen Vizemeister Kroatien. Die Niederlande überholten Belgien, Frankreich verlor spät gegen Dänemark.
Kapitän Marko Arnautovic (41.), Michael Gregoric aus Augsburg (54.) und Münchens Marcel Zabitzer (57.) erzielten Tore für die Österreicher, die in den WM-Playoffs an ihrem Vorgänger Rangoniks Vorgänger Franco Foda scheiterten.
Nach anfänglichen Problemen spielten die Gäste in Osijek sehr effizient und nutzten ihre Chancen eiskalt. Es war der erste Sieg gegen die Kroaten im sechsten Anlauf, die im vergangenen Jahr ihre erste Niederlage im Achtelfinale der EM hinnehmen mussten – nach neun Spielen.
Rangniks Team fehlte Real-Madrid-Meister David Alaba, der ehemalige Münchner war stressbedingt überhaupt nicht angereist. Fünf Profis aus der Bundesliga standen in der Startelf: Zabitzer, Gladbacher Stefan Liner, Leipzig Konrad Leimer, Wolfsburg Xaver Schlager und Karim Onisivo aus Mainz.
Der Rangnik-typische Hochdruck blieb zunächst erfolglos. Die Kroaten mit Marin Pongracic aus Dortmund, Borna Sosa aus Stuttgart und Andrej Kramaric aus Hoffenheim in der Startelf fanden spielerische Lösungen, dominierten auch ohne ihren Star Luka Modric, der eine Stunde auf der Bank saß, und erarbeiteten sich klare Torpositionen. .
Niederlande seit zehn Spielen ungeschlagen
Erst gegen Ende der ersten Halbzeit verstärkten sich die Österreicher, doch die Führung durch Arnautovics 33. Länderspieltor kam überraschend. In der zweiten Halbzeit brachte Rangnik Christopher Trimmel und Gregoric aus Berlin heraus, die nach einer sehenswerten Kombination das 2:0 erzielten. Sabitzer folgte ein Distanzschuss.
Die Niederlande gewannen derweil klar das 128. Derby der Lage Landen in Belgien. Zum Auftakt der neuen Saison in der Nations League besiegte die Mannschaft von Oranie den Nachbarn in Brüssel verdient mit 4:1 (1:0). Damit ist die Elftal von Bond-Trainer Luis van Gaal seit zehn Spielen ungeschlagen.
Tottenham Hotspurs Stephen Bergwine (40.), der starke Barça-Profi Memphis Depay (51./65.) und Denzel Dumfries von Inter (61.) trafen für die überragenden Gäste, die erstmals seit 1997 ihren Nachbarn schlugen. Michy Batshuayi (90+3) schaffte nur kosmetische Ergebnisse.
Karim Benzema trifft für Frankreich
Nur eine halbe Stunde später verloren die Belgier ihren Stürmer Romelu Lukaku, der Chelsea-Stürmer musste mit einer Sprunggelenksverletzung ausgewechselt werden. Torgan Hazard, Thomas Monier, Axel Witsel (alle Borussia Dortmund) und Dedrick Boyata (Hertha BSC) standen bei den Gastgebern in der Startelf, während Torhüter Mark Flecken vom SC Freiburg nicht für die Gäste zum Einsatz kam.
Der Weltmeister und amtierende Meister Frankreich startete mit einer ernüchternden Niederlage mit 1:2 (0:0) gegen Dänemark. Die Gastgeber waren in Saint-Denis die bessere Mannschaft, gingen aber nach sieben Siegen in Folge leer aus. Auch bei der Weltmeisterschaft in Katar am 26. November treffen die beiden Mannschaften aufeinander.
Der eingewechselte Andreas Cornelius (68./88.) sicherte ein Loch zum Sieg der Dänen. Im Stade de France, wo er sechs Tage zuvor mit Real Madrid die Champions League gewonnen hatte, brachte Karim Benzema die Gastgeber zunächst in Führung (51.).
Später Sieger für Dänemark in Frankreich
Ohne den Trainer von Weltmeister Didier Deschamps, dessen Vater Anfang dieser Woche starb und der durch seinen Assistenten Guy Stefan ersetzt wurde, hatte Frankreich zunächst Glück: Joachim Mele traf aus spitzem Winkel die Latte (4.).
Mit den Bayern-Profis Lucas Hernandez und Kingsley Coman in der Startelf übernahm dann Frankreich. Die Dänen, für die Christian Eriksen sein erstes Pflichtspiel in der Nationalmannschaft seit seinem Herzstillstand bei der EM im vergangenen Jahr absolvierte, waren nun fast chancenlos.
Daran änderte sich auch nach der Pause nicht viel. Christopher Nkunku aus Leipzig ersetzte den erkrankten Killian Mbape, der über Knieschmerzen klagte. Daher war die Führung Benzema vorbehalten: Der Routinier ließ zwei Kontrahenten im Strafraum stehen und beendete überlegt. Cornelius stellte das Spiel jedoch völlig unerwartet auf den Kopf.
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