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Legoland Günzburg: Achterbahnunfall

Im Legoland bei Ulm ist am Donnerstag eine Achterbahn mit der anderen kollidiert. Viele Rettungsschwimmer waren im Einsatz. Unter den Verletzten sind zehn Kinder.

Im Legoland im schwäbischen Günzburg bei Ulm ist es auf der Achterbahn „Feuerdrache“ zu einem Unfall mit zwei Zügen gekommen. Laut Dominik Geisler, Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, fuhr ein Zug in einen anderen, der ordnungsgemäß angehalten hatte.

Bei dem Unfall wurden zehn Kinder verletzt

Zuletzt korrigierte die Polizei die Zahl der Verletzten auf 31, eine Person wurde schwer verletzt. Viele von ihnen erlitten unter anderem Prellungen und Schrammen. Es gab frühere Berichte von 34 verletzten Passagieren. Nach Angaben der Polizei wurden zehn Kinder, ein Jugendlicher und 20 Erwachsene verletzt. 14 von ihnen wurden im Krankenhaus behandelt.

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Die Ursache des Vorfalls ist unklar

Der Unfall ereignete sich am Donnerstag um 13.45 Uhr nach Angaben der SSR etwa 50 Meter vor dem Bahnhof. „Der einzige Zug, der richtig hielt, hielt nicht im Bereich des Bahnhofs, wo die Leute normalerweise ein- oder aussteigen, sondern sozusagen im ersten Stock, und dann hielt der zweite Zug“, sagte er der Sprecher der Geisler Polizei. Kein Zug entgleiste, keine Menschen stürzten aus. Leute aus dem zweiten Zug konnten erst aussteigen, nachdem die Passagiere aus dem ersten ausgestiegen waren.

Viele der Verletzten seien vor Ort behandelt worden, sagte Polizeisprecher Geisler weiter. Der Bereich um den Zug ist abgesperrt. Sie suchten auch nach anderen möglichen Verletzungen. Drei Rettungshubschrauber wurden entsendet und die Feuerwehr und der Rettungsdienst wurden in einen Großeinsatz verwickelt.

Nach Polizeiangaben saßen zum Zeitpunkt des Vorfalls 38 Personen in den beiden Achterbahnzügen. Kein Zug entgleiste, keine Menschen stürzten aus. Warum der Achterbahnzug den anderen erfasste, ist noch nicht bekannt.

Der Betreiber lässt die Presse nicht ins Legoland

Der bekannte Freizeitpark im bayerischen Günzburg blieb am Donnerstagnachmittag trotz des Vorfalls geöffnet, lediglich das Areal des Vorfalls wurde abgesperrt. Besucher sagten am Donnerstagabend, sie hätten von dem Vorfall zunächst nichts mitbekommen. Es kam keine Nachricht oder irgendetwas vom Parkbetreiber, es gab die übliche Aufregung in anderen Teilen des Geländes. „Der Restbetrieb im Park lief normal weiter“, bestätigte Polizeisprecher Geisler.

„Wir haben selbst nichts gemerkt, aber wir haben eine E-Mail bekommen, in der wir gefragt wurden, ob wir betroffen sind“, sagte ein Vater aus dem hessischen Gießen. Auch eine Familie aus dem oberfränkischen Bamberg wurde von besorgten Freunden informiert, die aus den Medien von dem Vorfall erfahren hatten. “Wir wussten erst, als sie uns angerufen haben, ob es uns gut geht. Wir haben nichts gesehen, wir waren auf der anderen Seite.”

Nach wie vor dürfen Pressevertreter den Park nicht betreten, um den Unfallort zu besichtigen oder zu filmen. Ein Vertreter des Parkbetreibers Legoland Deutschland Freizeitpark GmbH sagte dem SWR, dass dies die Politik des Parks sei. Es gab bisher auch keine Interviews. Die Polizei teilte mit, dass es ihrerseits keine Hindernisse gebe, Medienvertreter in den Vergnügungspark zu lassen.

Nach einem Unfall im „Feuerdrache“-Zug im Legoland in Günzburg: Ein Großaufgebot an Rettern und Feuerwehren ist rund um den Freizeitpark im Einsatz. Mario Ober

Der „Feuerdrache“-Zug fährt mit bis zu 29 km/h

Nach Angaben des Vergnügungsparks bewegt sich der “Feuerdrache”-Zug mit acht Metern pro Sekunde, was einer Geschwindigkeit von 29 Kilometern pro Stunde entspricht. Die Achterbahn führt zunächst durch einen überdachten, abgedunkelten Bereich des Parks. Während der Fahrt geht es dann durch eine Passage mit Steigungen und mehreren Kurven an die frische Luft. Laut Polizei ist die Achterbahn seit 20 Jahren in Betrieb – der Zwischenfall am Donnerstag war der erste.

Der „Feuerdrache“-Zug im Legoland Günzburg führt zunächst durch eine dunkle Gegend, dann über Steigungen und Kurven durch frische Luft. (Archivbild) IMAGO Sabine Stallmann

“Fire Dragon” ist vorerst geschlossen

Das Legoland in Günzburg will einer Mitteilung zufolge am Freitag wieder öffnen. Das Fire Dragon bleibt bis auf Weiteres geschlossen, wurde am Donnerstagabend bekannt gegeben.

Knapp eine Woche vor dem Achterbahnunglück im Legoland ist in einem kleineren Freizeitpark in Rheinland-Pfalz eine Frau von einer Achterbahn gestürzt – und gestorben. In den Parks oder Jahrmärkten hat sich in den letzten Jahren jedoch relativ wenig getan:

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