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Leverkusen-Opladen: Explosion in Dachgeschosswohnung – Großbrandeinsatz

Am 13. Mai 2022 um 15:03 Uhr

Feuerwehr im Großeinsatz: Explosion in Dachgeschosswohnung in Leverkusen-Opladen

8 Bilder Explosion in einem Wohnhaus in Leverkusen-Opladen
Foto: Uwe Miserius

Leverkusen In der Augustastraße in Leverkusen hat es am Freitagmorgen eine Explosion gegeben. Die Feuerwehr ist groß im Einsatz und sendet über die Warnapplikation Nina Hinweise auf die Gefahr. Es sollte keine Verletzungen geben.

Warum es am Freitag gegen 10.30 Uhr in der Augustastraße in Neustadt, Opladen, zu der Explosion kam, ist noch unklar. Fakt ist: Die Wucht der Detonation drückt die Mauer von der Straße auf den Dachboden der Straße. Die Trümmer sind entlang der Straße verstreut. Es ist vor allem Bau- und Dämmmaterial, viel Holz, dazu Glaswolle, aber die Wucht der Explosion hat auch Einrichtungsgegenstände wie eine Kaffeemaschine in die Luft geschleudert. Die Feuerwache mit 50 Personen und 16 Autos ist vor Ort. Die Drehleiter dient unter anderem zum Löschen des Feuers.

Gegen 10.30 Uhr seien in der Leitstelle “viele Anrufe” eingegangen, sagte Feuerwehrhauptmann Herman Greven. „Die Anrufer sprachen alle von einem Unfall und einem Brand. Uns war klar, dass das eine Explosion war.“ Dementsprechend zogen die Einsatzkräfte in großer Zahl nach Opladen. Über die Warnapplikation Nina informierte die Feuerwehr über die Gefahr. Der Bereich Augustastraße / Kölner Straße muss weiträumig umschlossen werden. Auch die Kölner Straße ist rund um die Einmündung Augustastraße weitgehend gesperrt.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte in Neustadt habe “das Obergeschoss gebrannt”, sagte Greven am Mittag vor Ort. Er kennt Neustadt von dramatischen Ereignissen. Unweit des Kommandowagens Kölner Straße, Ecke Karlstraße, befindet sich ein neuer Gebäudekomplex der Baugenossenschaft. Anfang 2015 ereignete sich im Vorgängerbau eine verheerende Explosion.

„Nach derzeitigem Informationsstand gibt es diesmal keine Verletzten oder gar Todesfälle“, sagte Greven. Immer noch tragisch: Der Mieter der betroffenen Wohnung soll sich derzeit im Urlaub befinden. Greven: „Das oberste Stockwerk ist ein Trümmerfeld.“

Die Polizei sperrte die Augustastraße mit einem Absperrband ab. Diese wird nur für die Durchfahrt von Rettungsdiensten erhoben. Ein junger Mann, ein Anwohner, durfte seine Wohnung, die in der Nähe des Sprengstoffhauses liegt, nicht betreten, wie ein Polizist erklärte. Auch das Kamerateam des Privatfernsehens darf mittags nicht über die Absperrung. „Das ist jetzt zu gefährlich“, sagte der Feuerwehrchef Greven. „Ob das Gebäude überhaupt wieder geöffnet werden kann, wissen wir nicht, wir wissen nicht, wie die Statik jetzt ist. Das muss sich der Bauingenieur erst einmal anschauen.“ Er wurde ernannt. Auch die städtische Bauaufsicht wurde benachrichtigt.

Als am Mittag ein Lieferwagen des Roten Kreuzes für die Einsatzkräfte der Kölner Straße eintraf, war das Feuer weitgehend gelöscht. Allerdings, betont Greven, müsse die Feuerwehr weiterhin den Brandort und damit mögliche Glutnester überwachen, die einen größeren Brand erneut entfachen könnten.

Zur Brandursache hat sich Herman Greven noch nicht geäußert. – Das zu verstehen ist Aufgabe der Polizei.

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