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Lieferung nach Österreich: Russland liefert „ohne Unterbrechung“

Auf die Frage, ob es Anzeichen für einen Lieferstopp nach Österreich gebe, sagte sie dem Ö1-Morgenjournal: „Nein, diese Anzeichen haben wir nicht.“ Es müsse hierzulande alles getan werden, um unsere Abhängigkeit von russischem Gas möglichst zu reduzieren schnellstes Ende“, sagte der Klimaminister. Der erste Lieferstopp für zwei EU-Staaten zeigt, dass man sich auf Russland nicht verlassen kann. “Wladimir Putin befindet sich auch im Krieg mit der Energieversorgung.”

Gevesler sagte, das bulgarische Netzwerk habe „nichts mit dem österreichischen zu tun“. Über die Jamal-Pipeline nach Polen, die auch mit Österreich verbunden ist, sei in den letzten Tagen „wenig Gas“ darüber gekommen. Die OMV wickele derzeit „im Gegenzug“ Gaszahlungen an Russland „im Einklang mit den Sanktionen durch den Euro“ ab, sagte sie.

Milliardenreserve im Haushalt

Bundeskanzler Karl Nehamer (ÖVP) verwies in der Presselobby auf den Finanzrahmen. Das Budget sieht eine strategische Gasreserve von 1,6 Milliarden Euro vor. Hinzu kommt noch ein Budget von fünf Milliarden Euro für Winterenergiespeicher. „Keine Wohnung sollte im Winter kalt sein“, sagt Nehamer. Auch die Sicherung des Industriestandortes steht im Vordergrund.

Allerdings schloss Gewessler eine Kündigung der Lieferverträge mit Russland bis 2040 nicht aus. Gleichzeitig sprach sie sich für eine baldige Diversifizierung der Gaslieferungen nach Österreich aus. Österreich gehört zu den EU-Ländern, die am stärksten von russischen Gaslieferungen abhängig sind. „Wir können diese Sucht nicht über Nacht beenden“, sagte Gevesler.

Die Studie prognostiziert eine Abhängigkeit bis 2027

Österreich kann ab 2027 auf russisches Gas verzichten. Eine Studie der Austrian Energy Agency (AEA) im Auftrag des Umweltministeriums zeigt, dass der Gasverbrauch bis dahin um ein Viertel gesenkt werden muss, die alternativen Importe zeitweise verdreifacht und die Produktion von Biogas und grünem Wasserstoff deutlich ausgebaut. Die eigene Erdgasförderung muss unverändert bleiben. Bis 2030 schätzt die Energieagentur sogar, dass der Gasverbrauch um ein Drittel sinken wird.

notwendige “Anstrengung”.

Franz Angerer, Geschäftsführer der AEA, sagte, die seit Jahrzehnten wachsende Abhängigkeit von Russland könne weder sofort noch kurzfristig geändert werden. Dies sei aber bis 2027 durch “nationale und internationale Anstrengungen” möglich. Gleichzeitig sagte er, dass der Anstieg der Erdgaspreise in vielen Sektoren zu einem Einbruch des Gasverbrauchs führen werde.

„Die genaue Berechnung der Verbrauchsreduzierung ist wegen dieser beispiellosen Preisexplosion nicht seriös“, sagte er. Die Energieagentur prognostiziert, dass die Energiepreise mittelfristig hoch bleiben werden und daher weiterhin Anreize bestehen werden, den Gasverbrauch zu senken und auf erneuerbare Energiequellen umzusteigen.