Deutschland Christian Lindner
„Aus finanziellen Gründen wird diesen Winter niemand frieren“
Bis: 18:20 | Lesezeit: 2 Minuten
Niemand wird aufgrund finanzieller Sorgen frieren oder verhungern
Finanzminister Lindner hat Schutz vor schweren sozialen Härten in der Energiepreiskrise zugesagt. Nicht alles, was Herausforderungen mit sich bringt, lässt sich vermeiden. Allerdings sagt er: “Wegen finanzieller Bedenken wird in diesem Land niemand frieren und niemand wird diesen Winter verhungern.”
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Das Hilfspaket sei ein klares Zeichen, dass niemand im Land vergessen werde, sagte Finanzminister Christian Lindner. Er versprach den Bürgern Unterstützung. Und er betonte: Oberste Priorität habe die Inflationsbekämpfung.
Bundesfinanzminister Christian Lindner hat in der Energiepreiskrise Schutz vor gravierenden sozialen Schieflagen zugesagt. „Wir müssen realistisch bleiben und dürfen keine falschen Hoffnungen wecken“, sagte der FDP-Chef am Donnerstag in der Haushaltsdebatte im Bundestag. Nicht alles, was Herausforderungen mit sich bringt, lässt sich vermeiden. “Aber diese Bundesregierung kann eine Zusage geben – das politische Versprechen: Niemand in diesem Land wird frieren und niemand wird diesen Winter wegen finanzieller Sorgen hungern müssen.”
Lindner verwies auf das nächste Hilfspaket der Ampelkoalition, das auf 65 Milliarden Euro geschätzt wird. Außerdem ermöglicht sie in diesem Jahr die Einmalzahlung von 300 Euro für Rentner. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass die Koalition niemanden im Land vergisst.
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Zugleich betonte der Finanzminister, dass der von ihm vorgelegte Bundeshaushalt für 2023 „nicht nur ein Krisenhaushalt“ sei, sondern auch „mutige Akzente“ für die Zukunft setzen solle. Er nannte beispielsweise Investitionen in erneuerbare Energiequellen und den Schienenverkehr. Dennoch muss die Schuldenbremse des Grundgesetzes wieder eingehalten werden, auch dies ist ein Gebot der wirtschaftlichen Vorsicht.
Insgesamt “ist es jetzt die erste Priorität, die Inflation zu bekämpfen, weil sie sonst unsere wirtschaftliche Basis untergräbt.” Inflation bedeutet „Verarmungsprogramm“ für Familien, Unternehmen meiden Investitionen. Lindner begrüßte die „starke Zinserhöhung“ der Europäischen Zentralbank (EZB), die deutlich gemacht habe, dass sich alle der Herausforderung der Inflationsbekämpfung stellen müssen. Die Zentralbank beschloss, die Zinsen um 0,75 Prozentpunkte anzuheben.
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Zu den geplanten Wirtschaftshilfen sagte Lindner: „Es wird konkrete Maßnahmen geben, keine vergleichbar mit der Corona-Pandemie.“ Denn jetzt ist es ein Angebotsproblem, kein Nachfrageproblem. Geplant ist auch, sich mit den Ursachen des Preisanstiegs auseinanderzusetzen, beispielsweise mit der geplanten Strompreisbremse.
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