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Live-Ticker: “Klassenfest” in Shanze – erstes gezündetes Feuerwerk

Anders als in den letzten beiden Jahren gibt es für die geplanten Demonstrationen am 30. April und 1. Mai in Hamburg keine Kronenregeln mehr. Das bedeutet: Die Maske und der Mindestabstand sind nur Empfehlungen. Deshalb bereitet sich die Polizei für das „alte Regime“ auf die traditionellen Protesttage in Hamburg vor. Die Bereitschafts- und Alarmgruppen sind bereit. Für Samstag und Sonntag sind insgesamt 24 Veranstaltungen angemeldet. Lesen Sie im Ticker, wie die Demonstrationen am Samstag verlaufen sind.

Mai-Demonstrationen in Hamburg – so geht es am Sonntag weiter

22.55 Uhr: Inzwischen hat sich das Areal des Bahnhofs Sternschanze stark geleert. Hier und da stehen mehrere Teilnehmer in Gruppen zusammen und unterhalten sich. Eine friedliche Veranstaltung ist vorbei.

Auch in Hamburg sind für morgen, Sonntag, 1. Mai, Demonstrationen geplant. Schon am Sonntagmittag will das Bündnis Who Has, Who Gives unter dem Motto „Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten“ die HafenCity „hochladen“. Zu der Demonstration, die von der Elbphilharmonie bis zur Binnenalster führen wird, werden rund 2.000 Teilnehmer erwartet. Unter anderem rief die linke interventionistische Linke zur Beteiligung auf.

Am Nachmittag rief die vom Verfassungsschutz als gewalttätig eingestufte Rote Struktur zu einer Demonstration auf. Unter dem Motto „Kapitalismus ist Pandemie, Krieg und Krise – raus zum revolutionären Maifeiertag!“ muss er 500 Teilnehmer vom Berliner Tor in Richtung Wandsbeck führen. Am Sonntagabend will die Schwarz-Rote Allianz vom 1. Mai mit 500 Mitgliedern unter dem Motto „Verbotenes Gut – Anarchismus in der Offensive“ auf die Straßen Wilhelmsburgs gehen.

Das Klassenfest ist vorbei

22.20 Uhr: Der Moderator bedankt sich bei allen Anwesenden und fragt: „Fangt ihr nächstes Jahr wieder an?“ Das Publikum tobt. Und weiter: „Aber wirst du morgen da sein?! 16:00, Berliner Tor. Der Antikapitalist!“ Die Raketen feuern, die Menge singt. „Morgen sind alle draußen. Ich warte auf euch alle!“, sagt er. Die Veranstaltung wurde für beendet erklärt. Es folgt die Demontage. Viele gehen.

Klassenfest: Rap und Gesänge

21.46 Uhr: „Reeperbahn Kareem“, ein Rapper und Sozialarbeiter aus St. Pauli, betritt unter lautem Applaus die Bühne, fordert: „Handy aus, Licht!“ Die meisten Anwesenden zücken ihre Handys und schalten die Taschenlampenfunktion ein . Ein Räuchertopf und Handfackeln brennen. Sie rappen viel zusammen.

Der Rapper „Reeperbahn Kareem“ über seinen Auftritt.

Zwischen den Liedern hört man „Ganz Hamburg hasst die Polizei“ und wieder „1. May, mach den Weg frei, runter mit der Polizei. Die Stimmung ändert sich nicht, es kommt Konzertfeeling auf. Die Polizei will nicht, aber sie ist bereit.

Schanze Klassenfest: Einzelne Pyros brennen

20.22 Uhr: Starker Bass wird gerade beim „Klassenfest“ über die Sternschanze gespielt. Rund 550 Teilnehmer bewegen sich mit Deutschrap. Gleichzeitig wurden mehrere Handfackeln und einige Pyrotechnik in Brand gesetzt. MOPO-Reporter vor Ort beschreiben die Stimmung jedoch weiterhin als ruhig. Im Hintergrund die Gesänge „1. Mai, macht den Weg frei, runter mit der Polizei“ und „Alerta Alerta Antifaschista!“ Lauter.

Teilnehmer des „Klassenfestes“ in der Sternschanze zündeten mehrere Feuerwerke.

Klassenfest: Demonstranten loben Polizeipräsenz

19.59 Uhr: Weiter geht es mit folgenden Reden beim „Klassenfest“ am Bahnhof Sternschanze. Die Veranstaltung wird langsam etwas voll, laut Polizei sind es bereits 550 Teilnehmer. Antifa-Aktivisten rufen die Anwesenden zur großen Demo zum “revolutionären 1. Mai” auf, die am Sonntag um 16 Uhr am S-Bahnhof Berliner Tor beginnen soll. Organisiert wird das „Class Festival“ von Khalil Simsek, einem Vertreter von „Red Construction“.

Antifa-Aktivisten rufen zur Teilnahme an der großen Maidemonstration am Sonntag auf.

„Letztes Jahr wurde uns verboten, am 1. Mai zu demonstrieren, während Fabriken und Geschäfte wie gewohnt weiterliefen“, sagten Bühnenaktivisten. Inzwischen konnten wir unsere Miete nicht mehr bezahlen, und die Arbeiter im völlig zerstörten Gesundheitssystem erhielten keinerlei Anerkennung.

Lobende Worte finden sie jedoch für die aktuelle Polizeipräsenz. Sie halten sich mit ihren Kräften eher im Hintergrund und stellen sich nicht aktiv gegen die Demonstranten. Die Stimmung ist noch ruhig.

„Geschafft“: Die Demo endet wie geplant am Rathausmarkt

19.26 Uhr: Die Demo „Für ein Europa für Menschen, nicht Konzerne“, die um 15.00 Uhr in den Landungsbrücken begann, endete gegen 18.30 Uhr auf dem Rathausmarkt. Zunächst liefen nur 64 Teilnehmer über Fischmarkt, Sievekingplatz, Gänsemarkt und Jungfernstieg. Auf dem Rathausmarkt waren mindestens 84 Demonstranten. Wie die MOPO-Polizei mitteilte, ist die Lage sehr überschaubar.

Schanzenklassenfest: Die Stimmung ist noch ruhig

18.42 Uhr: Beim Shanze Class Festival finden derzeit mehrere Live-Auftritte von Deutschrap statt. Laut MOPO-Reportern vor Ort ist die Stimmung nach wie vor ruhig und entspannt. Am Bahnhof Sternschanze befinden sich noch etwa 250 bis 300 Menschen. Angemeldet wurde die Demonstration von Khalil Simsek, einem Vertreter der Roten Struktur, der vom Verfassungsschutz als gewalttätig bezeichnet wurde.

“Klassenfest” im Graben. In der Mitte: Organisator Khalil Simsek.

In mehreren Erklärungen äußerten Aktivisten die Befürchtung, dass die Bundesregierung sich zu aktiv in den Krieg einmischte. Sie bezeichneten ihr Vorgehen als „naiv“. Mit diesen Schritten wird Deutschland noch weiter eskalieren.

Die Polizei ist mit Hunderten in der Gegend in Alarmbereitschaft. Sie befinden sich in der Laeiszhalle und im Karoviertel. Die Beamten werden von der Bundespolizei unterstützt.

Walpurgisnacht: In Hamburg begannen die ersten Demonstrationen

17.01 Uhr: Laut Polizei sind die Demonstrationen in Shantce und Landungsbreken noch ruhig. Rund 240 Teilnehmer kooperieren derzeit beim „Klassenfest“ am Bahnhof Sternschanze, 300 sind angemeldet, das Landeskriminalamt rechnet mit bis zu 1.000.

15.51 Uhr: Los geht es mit den traditionellen Protesttagen in Hamburg. Pünktlich starteten die ersten beiden Demonstrationen an Landungsbrücken und an der Schanze – laut Lagebericht der Polizei ist die Lage bei beiden Veranstaltungen ruhig. Der umlaufende Autoverkehr ist von den Protesten noch nicht betroffen.

Hamburg: Auftakt zu Landungsbrücken und Skispringen

13.36 Uhr: Um 15.00 Uhr gibt es einen Aufzug in den Landungsbrücken, der von einer Frau von der linken Bühne organisiert wurde. Allerdings: Laut Polizeikreisen wurde sie während der Pandemie als Verweigererin der Krone gesichtet. Seitdem wird sie von linken Anhängern kritisch beäugt. Beamte gehen von einem Vorgehen aus der linksautonomen Szene aus, aber generell “gehen wir davon aus, dass es keine Probleme geben wird”, sagte Polizeisprecherin Sandra Levgrun.

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Gleichzeitig beginnt in Shanze das „Fest der Klasse gegen das Staatskapital“. Kandidat für die Demonstration ist der vom Verfassungsschutz als gewalttätig eingestufte Vertreter der Roten Struktur, Khalil Simsek. 300 Personen sind hier angemeldet, 1000 werden vom DCC erwartet.

Insgesamt 24 Veranstaltungen wurden am Wochenende in Hamburg angemeldet, davon fünf im Rampenlicht. Hinzu kommen die ebenfalls von Simsek organisierte Demo des „Revolutionären 1. Mai“, der Protest des Bündnisses „Who Gives“ der HafenCity und die Demo „Verboten gut – Anarchismus in der Offensive“ in Wilhelmsburg. Bei den letzten beiden geht die Polizei zwar nicht unbedingt von einer allgemeinen Gewaltstimmung aus, behält sie aber aufgrund der erwarteten Größe von 1.000 Menschen dennoch im Auge.