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Lohnzyklus: Preisschock – Diese Arbeitgeber wollen die Inflation ausgleichen

Veröffentlicht31. Mai 2022, 16:55 Uhr

Die Preiskontrollen in der Schweiz verschärfen sich. Die grössten Schweizer Arbeitgeber haben das Problem erkannt und wollen es in die nächste Lohnrunde einfliessen lassen.

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Einkaufen in der Schweiz wird mit steigenden Preisen teurer.

20 Minuten / Simon Glauser

Dadurch bleibt immer weniger Geld übrig.

20 Minuten / Stevan Bukvic

Nun wollen Unternehmen wie Coop …

20 Minuten Marco Zanger

Die Preisinflation lag im April bereits bei 2,5 % und dürfte laut Experten in naher Zukunft weiter steigen. Der Alltag in der Schweiz wird teurer. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) verlangt deshalb von den Arbeitgebern, die Inflation in der nächsten Lohnrunde auszugleichen und für eine reale Lohnerhöhung zu sorgen.

Die grössten Schweizer Arbeitgeber haben sich laut einer 20-minütigen Umfrage noch nicht zu einer konkreten Lohnerhöhung verpflichtet. Aber es besteht eine gute Chance, dass es zu einer Anpassung an die Inflation kommt.

Unternehmen wie Coop, Credit Suisse, Post, Glencore, Holcim, Novartis, McDonald’s und der Versicherer Zürich wollen in Lohnverhandlungen Inflations- und Teuerungsanpassungen in die Lohndebatte einbeziehen, wie sie auf Anfrage mitteilen. Die Inflation sei ein wichtiger Faktor, wenn es um Gehaltserhöhungen gehe, sagt ein Sprecher der Zurich Versicherung.

Neben dem eigenen Arbeits- und Produktivitätswachstum nennt auch der Schweizerische Handwerkerverband die Inflation als wichtiges Kriterium. Ein Sprecher sagte, dass die Reallöhne und Mindestlöhne in den meisten Branchen und Jahren schneller gestiegen seien als die Inflation.

Das kommt beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund gut an. „Ein gutes Zeichen für die Arbeitnehmer ist, dass die Arbeitgeber das Problem erkennen“, sagte ein Sprecher. Wichtig ist jedoch, dass dies nicht nur auf den Lippen bleibt.

Daran werden die Gewerkschaften die Arbeitgeber in den anstehenden Tarifverhandlungen erinnern. „Jetzt muss es bergauf gehen, sonst haben die Leute immer weniger im Portemonnaie“, sagte der Sprecher.