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Madson: „Besser ein schnelles Ende“ – Über die BUGA in Rostock? | NDR.de – Nachrichten

Stand: 04.05.2022 17:55 Uhr

Nachdem die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns der Hansestadt Rostock ein Ultimatum gestellt hatte, zweifelte Rostocks Oberbürgermeister Klaus Rue Madsen (parteilos) an der Durchführbarkeit. Ist das das Ende der BUGA in Rostock?

Rostocks Oberbürgermeister Klaus Rue Madsen (parteilos) hält es für nicht realistisch, die BUGA in der Hansestadt abzuhalten. Als Reaktion auf das Treffen mit Umweltminister Bachaus am Dienstag sagte Madson am Mittwoch, er würde gerne die Machbarkeit neu berechnen. Das Bewusstsein wird wohl bleiben: „Besser ein schnelles Ende.“ Letztlich muss die Rostocker Bürgerschaft entscheiden.

Backhaus lehnt eine Verschiebung der BUGA ab

Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat der Stadt Rostock zuvor ein Ultimatum gestellt: Landesmittel fließen nur, wenn die Bundesgartenschau (BUGA) im Jahr 2025 realisiert wird. Das ist das Ergebnis einer Krisensitzung am Dienstag im Schweriner Wirtschaftsministerium Landwirtschaft. Rostock erhält die versprochenen 60,4 Millionen Euro Landesförderung nur, wenn die Veranstaltung in drei Jahren tatsächlich stattfindet. An den bereits kalkulierten Mehrkosten werde sich der Staat nicht beteiligen, sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). „Die Hansestadt muss jetzt entscheiden: Ist das alles finanzierbar? Können Zeitpläne eingehalten werden? Für uns wird das Geld bereitgestellt. Und für uns ist klar: Die BUGA findet 2025 statt – nicht 2026 oder 2028“, sagte Bachaus dem NDR.

Überlegungen zu einer möglichen Verschiebung der BUGA sind ebenso fallen gelassen wie die Idee, die Gartenschau auf der Website der IGA 2003 zu platzieren.

Das Rettungskonzept muss bis zum Sommer vorgelegt werden

Rostock muss bis zu den Sommerferien des Bundestags ein Konzept vorlegen, wie die BUGA noch gerettet und Kosten gespart werden können. Dreh- und Angelpunkt ist unter anderem die Warnowbrücke. Gelingt dies nicht bis zum Beginn der BUGA im Frühjahr, wird das Land laut Minister Bachaus sein Engagement aussetzen.

Bürgermeister von Rostock Madson: Wir müssen sehen, was realistisch ist

Madson verwies nach dem Treffen am Dienstag auf nicht ideale Rahmenbedingungen zwei Jahre nach der Corona-Pandemie und nun dem Krieg in der Ukraine. Im Moment kann niemand sagen, wie viel beispielsweise eine Tonne Stahl in einer Woche oder in einem Jahr kosten wird. „Wir sind in einem Testauftrag, was umsetzbar, zeitlich und finanziell realistisch ist. Wir sind derzeit in Gesprächen mit Fördergebern und Planungsunternehmen“, sagte Madson.

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Ein bis heute geheim gehaltenes Dokument belegt, dass die Gartenschau aufgrund enormer Planungsverzögerungen und stark steigender Kosten nicht zu realisieren ist. Mehr ▼

Generell ist es gut, dass Backhaus eine klare Linie gezogen hat. Schließlich muss der Bürgermeister auch bereit sein, auf Subventionen zu verzichten, wenn die Arbeit so teuer wird, dass die Stadt sie sich nicht leisten kann. Gleichzeitig ist auch die Rostocker Politik gefordert, das Konzept BUGA 2.0 zu unterstützen.

Genehmigungsverfahren für die Planung der Warnowbrücke bis September

Das Verfahren zur Genehmigung des Warnowbrückenplans müsse im September abgeschlossen werden, sonst sei eine termingerechte Fertigstellung nicht mehr möglich, so Madson weiter. Wie hoch die Mehrkosten für den Brückenbau ausfallen, erfahren Sie im November. Ursprünglich waren für die Brücke 38 Millionen Euro veranschlagt, doch seit Januar zeichnet sich ab, dass mindestens sieben Millionen Euro an Mehrkosten anfallen werden. Ebenso klar ist aber, dass die bisher kalkulierten Mehrkosten weiter steigen werden.

Der Aufsichtsrat der Städtischen Bug tagt am Donnerstag

„Wir sind weiterhin auf dem Weg zu Buga in Rostock“, sagt Oliver Fudicar, Geschäftsführer der BUGA Rostock 2025 GmbH. Für die Umsetzung der Projekte gibt es bereits einen klaren Testauftrag, Ziel ist eine Durchführung der Veranstaltung im Jahr 2025. Am kommenden Donnerstag tagt der Gemeindeaufsichtsrat von Bug.

Linker Kroger-Fraktionsführer: Verhindern Sie Schäden an der Stadt

Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Eva-Maria Kröger, verwies auf eine aktuelle Risikoanalyse, wonach alle Bausteine ​​der BUGA im Zeitplan lägen und enorme Mehrkosten verursachen würden. Wir scheinen jetzt zu glauben, dass einige Projekte noch bis zum Frühjahr 2025 abgeschlossen werden können, wenn andere abgesagt werden. „Das bezweifle ich stark“, sagte Kröger. Nun gilt es, Schaden von der Stadt abzuwenden und eine Folgeentscheidung zu treffen.

„Umsetzung 2025 widerspricht Risikoanalyse“

Chris Gunther, Vorsitzender der CDU/UFR-Bundestagsfraktion Staatsbürgerschaft, zeigte sich überrascht vom Ergebnis der Sitzung am Dienstag. „Die von der Regierung angestrebte Umsetzung im Jahr 2025 steht in krassem Gegensatz zur Risikoanalyse, die nun veröffentlicht und dem Aufsichtsrat vorgelegt wurde“, sagte sie. Nicht an Prokrastination zu denken, kann laut Gunther zum Scheitern führen. „Wir müssen hoffen, dass dies nicht das Ziel von Minister Bachaus ist“, sagte sie.

Die Aufsichtsratsvorsitzende der BUGA, Yana Blashka, zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen der Sitzung in Schwerin. Nach ihren Erkenntnissen kann die Warnowbrücke bis 2024 fertiggestellt werden. Sie ist neben dem Stadtpark das Herzstück des Bug.

Kosten plus bis zu 50 Millionen Euro

Bisher hat die gesamte BUGA Kosten in Höhe von 142 Millionen Euro veranschlagt. Der Mitte April vorgelegte Risikobericht weist bereits eine Ausgabensteigerung von 30 Prozent aus. Das wären bis zu 50 Millionen Euro mehr, hieß es.

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Um die Bundesgartenschau in Rostock zu retten, gingen die Verantwortlichen zum Landwirtschaftsminister nach Schwerin. Mehr ▼

Nach dem offiziellen Ende der BUGA 2025 in Rostock geht die Planung weiter. Der NDR in MV veröffentlicht die sogenannte Risikoanalyse. Mehr ▼

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Hörfunk MV | Die Nachrichten 04.05.2022 | 15:00