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Erstellt: 06.09.2022 04:47 Uhr
Von: Christoph Klauke
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Ex-Bayern-Trainer Felix Magat analysiert die Abwesenheit von Robert Lewandowski. © Christian Harizius/dpa
Der FC Bayern ist in der Bundesliga gestolpert. Ex-FCB-Trainer Felix Magat hat ein Problem beim Abgang von Robert Lewandowski ausgemacht.
München – Wieder nur 1:1. Wie schon in der Vorwoche gegen Gladbach kam der FC Bayern über ein 1:1 gegen Union Berlin nicht hinaus. Der Offensivmotor mit 15 Toren in den ersten drei Spielen stotterte plötzlich – inklusive verlorener Tabellenführung.
Angesichts der fehlenden Durchbruchskraft vor dem gegnerischen Tor stellt sich natürlich die Frage nach Robert Lewandowski. Die Bayern um Trainer Julian Nagelsmann oder Kapitän Manuel Neuer sind sichtlich nervös im Streit um den Superstürmer, der seit seinem Wechsel zu Barcelona immer wieder Tore schießt. Ex-Bayern-Trainer Felix Magat hat Öl ins Feuer gegossen und dem Rekordmeister vorgeworfen, Lewandowskis Nachfolgeregelung zu verzögern.
Felix Magat Geboren: 26. Juli 1953 (69 Jahre), Aschaffenburg Letzte Trainerposition: Hertha BSC Trainer beim FC Bayern: 1. Juli 2004 bis 31. Januar 2007 Titel mit dem FC Bayern: 2-facher Deutscher Meister (2005, 2006), 2-facher Deutscher Pokalsieger (2005), 2006), 1x Ligapokalsieger (2005)
FC Bayern: Felix Magath hätte das Lewandowski-Problem schon früh gelöst
Im ersten Jahr seit der Lewandowski-Ära beim FC Bayern München war absehbar, dass das Fehlen einer Tormaschine bei Torproblemen schnell in den Mittelpunkt der Diskussion rücken würde. Jetzt müssen sich die Bayern darum kümmern. Einen adäquaten Ersatz wie Erling Haaland zu finden oder an der Seite von Lewandowski einen Nachfolger aufzubauen, wurde in den vergangenen Jahren versäumt. Von dieser These ist Felix Magat überzeugt.
„Wenn ich vor drei Jahren Trainer des FC Bayern gewesen wäre, hätte ich bestimmt versucht, dieses Problem zu lösen. Aber das Problem wurde in diese Saison verschoben. So einen Stürmer, der der Mannschaft Tore garantiert hat, lässt sich nicht so einfach ersetzen. Das merkt der FC Bayern jetzt“, urteilt Magat gegenüber Bild. Der 69-Jährige selbst trainierte die Münchner von Sommer 2004 bis Januar 2007 und gewann mit dem FCB zweimal Titel und Pokal.
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Magat über Lewandowski-Nachfolge: „Mähne muss sich jetzt integrieren“
Anstatt einen echten Mittelstürmer wie Lewandowski zu verpflichten, entschied sich der FC Bayern vor der Saison für einen anderen Weg. Als Ersatz kam Sadio Mane, ein ganz anderer Spielertyp als der Pole. Der Senegalese ist schnell, agil und gerissen und mit 1,74 m auch der kleinste Spieler im Kader des FCB. Entsprechend änderte Julian Nagelsmann auch im verlagernden Angriff der Bayern das System auf Doppelführung. Lewandowskis Loch lässt sich jedoch nicht stopfen.
Für Magat liegt das Hauptproblem auf der Hand. „In einem funktionierenden System ist es schwierig, einen Ersatz zu finden. Lewandowskis Rhythmus passte perfekt zur Mannschaft. Mane muss sich jetzt integrieren“, erklärte der ehemalige Hertha-Trainer. Ihm zufolge soll sich der Bundesliga-Dritte Bayern keine Sorgen um die Meisterschaft machen. „Auch nach zwei Jahren sehe ich keine Gefahr für die Bayern, die Meisterschaft nicht zu gewinnen. Sie wurden vor der Champions League gewarnt.” Nach Berlin-Patzer spottet Barcelona-Zeitung über den FC Bayern. (k)
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