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Mexiko: „Der Drogenboss der Drogenbosse“ – Rafael Caro Quintero festgenommen

Veröffentlicht 16. Juli 2022, 00:55 Uhr

Mexiko: „Der Drogenboss der Drogenbosse“ – Rafael Caro Quintero festgenommen

Laut mexikanischen Medienberichten wurde Caro Quintero von Marinesoldaten im nördlichen Bundesstaat Chihuahua gefangen genommen. Er soll 1985 einen Sonderermittler der US DEA getötet haben.

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Foto der früheren Verhaftung von Caro Quintero.

imago/ZUMA Press

Der Drogenboss hat mehrere Immobilien in Mexiko.

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Die Behörden fahnden seit Jahren nach dem Täter.

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Der von den USA seit Jahren gesuchte Drogenboss Rafael Caro Quintero ist in Mexiko festgenommen worden. Das teilte das mexikanische Marineministerium am Freitag der Agentur AFP mit. Caro Quintero steht auf der 10 Most Wanted List des FBI. Im Jahr 2018 setzte die US-Bundespolizei eine Belohnung von 20 Millionen US-Dollar auf seinen Kopf für Informationen aus, die zu seiner Festnahme führten.

Laut mexikanischen Medienberichten wurde Caro Quintero von Marinesoldaten im nördlichen Bundesstaat Chihuahua gefangen genommen.

US-Ermittler warfen Caro Quintero vor, für die Entführung, Folter und Ermordung eines DEA-Sonderermittlers im Jahr 1985 verantwortlich zu sein. Caro Quintero war zuvor wegen Mordes an dem DEA-Agenten Enrique Camarena in Mexiko im Gefängnis gewesen.

20 Millionen Dollar Preisgeld

Damals wurde er nach 28 von 40 Jahren Haft wegen angeblicher Verfahrensfehler freigelassen. Obwohl der Oberste Gerichtshof die Entscheidung später aufhob, war der „Drogenboss der Drogenbosse“ bereits untergetaucht. Das Außenministerium in Washington hat ein Kopfgeld von 20 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt. Medienberichten zufolge wurde der Drogenbaron bereits von der Marine in den Bergen im Norden Mexikos festgenommen. Zuletzt soll er das kleinere Caborca-Kartell angeführt haben.

Im Jahr 2016 gab Quintero ein Untergrundinterview, in dem er die Beteiligung am Mord an Camarena bestritt.

Die Festnahme des einst mächtigsten Drogenbosses Mexikos erfolgt wenige Tage nach dem offiziellen Besuch des mexikanischen Präsidenten Andres Manuel Lopez Obrador in Washington, wo er von seinem amerikanischen Amtskollegen Joe Biden empfangen wurde. Dies könnte als Geste des guten Willens von Mexiko an Washington interpretiert werden, nachdem es zu Spannungen um Sicherheit, Investitionen und Migration gekommen war.

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(AFP/DPA/sys)